Lokales HEF 11.01.2025

Junge Liberale und Lenders fordern bezahlbaren Führerschein ab 16

Bad Hersfeld (pm/cb) – Die Jungen Liberalen Hersfeld-Rotenburg und ihr Bundestagsabgeordneter Jürgen Lenders setzen sich entschlossen für die Absenkung des Führerschein-Mindestalters auf 16 Jahre und für einen bezahlbaren Führerschein ein – insbesondere für junge Menschen im ländlichen Raum.

Elias Philipp Herzog. Foto: Junge Liberale Hersfeld-Rotenburg

Die Jungen Liberalen betonen in ihrer Pressemitteilung, dass Mobilität im ländlichen Raum eines der zentralen Themen sei. „Mobilität entscheidet über Lebenschancen – darüber, ob ein Ausbildungsplatz oder eine Schule überhaupt erreichbar ist oder nicht“, so Elias Philipp Herzog, der Kreisvorsitzende der JuLis Hersfeld-Rotenburg. Um Jugendlichen mehr Freiheiten und Perspektiven zu ermöglichen, setzen sich die Jungen Liberalen leidenschaftlich für eine Senkung des Mindestalters für den Führerscheinerwerb ein. Jürgen Lenders, Bundestagsabgeordneter der Freien Demokraten und Mitglied des Verkehrsausschusses, unterstützt diese Forderung ausdrücklich: „Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Führerschein erfreut sich weiterhin sehr hoher Beliebtheit bei den Jugendlichen in Deutschland. Das zeigt: Mobilität ist den Bürgerinnen und Bürgern ein wichtiges Anliegen. Die Erfahrung mit dem begleiteten Fahren ab 17 Jahren macht deutlich: Wer Freiheiten gibt, erhält Verantwortung zurück. Von daher setzen wir Freie Demokraten uns auch auf EU-Ebene weiterhin für eine Absenkung des Alters auf 16 Jahren ein.“

Lenders hebt hervor, dass der Führerschein für junge Menschen im ländlichen Raum weit mehr bedeutet als nur eine Fahrerlaubnis: „Beim Erwerb des Führerscheins geht es aber nicht allein um Freiheit, sondern auch um die Realisierung von Lebenschancen. Jugendliche, vor allem im ländlichen Raum, wollen ihren Ausbildungsplatz frei wählen können und nicht aufgrund mangelnder Mobilität gezwungen sein, einen Ausbildungsplatz am Wohnort anzunehmen. Wollen wir diese Jugendlichen für einen Beruf im Handwerk oder einem mittelständischen Unternehmen in der Industrie begeistern, müssen wir für die nötige Erreichbarkeit sorgen. Von daher darf der Führerschein nicht zum Luxusgut werden, sondern muss bezahlbar bleiben und angemessen schnell erworben werden können.“

Lenders kritisiert zudem die bestehenden Monopolstrukturen bei der Führerscheinprüfung: „Dem steht das Führerschein-Monopol entgegen, demzufolge es in jedem Bundesland jeweils nur einen Anbieter für die Abnahme der Führerscheinprüfung gibt (TÜV oder Dekra). Der fehlende Wettbewerb ist ein Kostentreiber. Teilweise müssen Fahrschüler monatelang auf einen Termin warten und ihre Lebensplanung daran anpassen. Hier muss dringend das Angebot erweitert werden und mehr zertifizierte Anbieter zugelassen werden. Auf Betreiben der FDP-Fraktion wurde auf Bundesebene das Thema vorangetrieben und im Koalitionsvertrag der Ampel verankert. Am Zuge sind jetzt die Bundesländer, die dieses Monopol im Sinne der Bürger und letztlich auch der Wirtschaft zu Fall bringen müssen.“

Die Jungen Liberalen äußern sich empört über die steigenden Kosten für den Führerschein: „Es kann einfach nicht sein, dass durch ein so unnötiges Monopol der Führerschein mittlerweile mehrere Tausend Euro kostet, obwohl sich die Situation einfach ändern ließe“, so Herzog: „Mobilität ist ein wichtiges Stück Freiheit, das wir jungen Menschen unbedingt zutrauen müssen.“ Die Jungen Liberalen fordern eine klare politische Wende in der Mobilitätspolitik: „Wir müssen endlich wieder dafür sorgen, dass wir das Thema Mobilität entschlossen angehen und dabei die junge Generation nicht vergessen. Unsere Forderungen kosten nichts, schaffen Freiheit und entlasten junge Menschen finanziell – das ist liberale Mobilitätspolitik!”, fügte Herzog abschließend hinzu.