Die Freifläche im Bereich der ehemaligen Synagoge sei im Frühjahr und Sommer so weit wie möglich von einer Fachfirma archäologisch untersucht worden, berichtet Monika Kowoll-Ferger, Pressesprecherin der Stadt Fulda: „Die Außenmauer der Synagoge sowie der Vorgängerbauten ist freigelegt.“ Bei der Untersuchung seien jedoch keine eindeutig identifizierbaren Reste der 1938 zerstörten Synagoge, Trümmer oder Brandschichten gefunden worden. „Zwei auffällige und massive Säulenfundamente in der Fläche gehören mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Vorgängerbau; die Ausrichtung der Fundamente korrespondiert mit der Außenmauer“, führt Kowoll-Ferger weiter aus. Bei weiter entdecktem Fundgut handele es sich hauptsächlich um Keramik, die ins 17. bis in das 20. Jahrhundert hinein datiert werden könne. „Zuletzt erfolgte der Rückbau der Kellerdecke, die Vermauerung von Zugängen und das Abdichten von Mauerwerk, um den Befund zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten“, gibt die Pressesprecherin an. Die Ausgrabung sei noch nicht beendet: „Als nächstes wird es eine Untersuchung des letzten, aus logistischen Gründen zwangsläufig noch ungeöffneten Bereichs des Vorplatzes geben.“
