Oberbürgermeister Wingenfeld, der seine Ansprache auf Englisch hielt, freute sich, zum ersten Mal bei der IWU an der Hochschule Fulda Studierende von fünf Kontinenten begrüßen zu können. Insgesamt sind 21 junge Menschen nach Fulda gereist, auch wenn nicht alle am Empfang dabei sein konnten. Er gab einen kleinen Überblick über die Geschichte Fuldas von der Klostergründung vor 1280 Jahren bis heute. Die Stadt habe sich über die Jahre – gerade auch nach der deutschen Wiedervereinigung – hervorragend entwickelt. Der Oberbürgermeister hob auch hervor, wie wichtig der internationale Austausch gerade in aktuellen Zeiten sei und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen im Ausland während seines Studiums.
Die Teilnehmer in diesem Jahr kommen aus acht verschiedenen Ländern: Australien, Senegal, USA, Ukraine, Georgien, Ghana, Kolumbien und Sri Lanka. Besonders viele Teilnehmer sind aus Australien dabei. Es bedeute viel, Australien im Sommer zu verlassen, um im Winter nach Deutschland zu kommen, meinte Wingenfeld. Michael, der bereits zum zweiten Mal an der IWU teilnimmt, sieht das hingegen als willkommene Abwechslung. Er war vergangenes Jahr zum ersten Mal in Deutschland und es gefiel ihm sehr gut. Das Essen, die Menschen, die Kultur, der Fußball, die sauberen Städte, Thermen, die es in Australien gar nicht gebe, und die kurzen Distanzen – listete er im Gespräch auf Englisch auf. Er war bereits früher angereist und war am vergangenen Freitag beim Dortmunder Bundesliga-Spiel im Stadion. Im Jahr zuvor hatte er ein Spiel in München besucht. Bei seiner ersten Teilnahme entstandene Freundschaften, würden bis heute gepflegt. Ebenfalls zum zweiten Mal dabei war Marieme Soola KA aus dem Senegal. Sie war beim ersten Mal ebenfalls so begeistert, dass sie beschloss wieder zu kommen, diesmal bei den Kursen aber einen anderen Schwerpunkt zu legen. Beim ersten Mal habe ihr Fokus auf der deutschen Kultur gelegen, diesmal mehr auf Inhalten aus den anderen angebotenen Bereichen. Den kulturellen Austausch findet sie wichtig und aus einem Land kommend, in dem das ganze Jahr Sommer ist, gefällt ihr der Winter in Deutschland als Abwechslung sehr gut.
Die IWU geht über drei Wochen, ist ein Gemeinschaftsprojekt der hessischen Hochschulen und richtet sich an Studierende, die Interesse an globalen Gesundheits-, Gesellschafts- und Wirtschaftsfragen haben und die deutsche Sprache lernen beziehungsweise ihre Deutschkenntnisse in Intensivsprachkursen verbessern möchten. Die Teilnehmer belegen Seminare und Deutschkurse, nehmen aber auch an einem kulturellen Programm und Exkursionen teil. Angeboten werden zum Beispiel Fahrten nach Berlin, Würzburg, Weimar, Eisenach und Point Alpha. Auch Veranstaltungen zur Landeskunde und verschiedene Workshops gibt es. Der Empfang der Stadt für die Teilnehmer, gefolgt von einer Stadtführung hat schon Tradition. Von Seiten der Hochschule Fulda wurden die Teilnehmer unter anderem von Prof. Dr. Uwe Hunger, Wissenschaftlicher Leiter der IWU, sowie Judith Tornier, Koordinatorin der Internationalen Sommer- und Winteruniversität, begleitet.
