Leichtathletik 08.01.2025

HSV trotzt Schneechaos – Frust wegen Veranstalter – Kuriose Staffel

Hünfeld (pm/cb) – Für vier Athleten des Hünfelder SV ging es am vergangenen Wochenende zu den Hallenkreismeisterschaften der U12 bis U16 in das rund 180 Kilometer entfernte Paderborn – nur wenige Tage zuvor absolvierte der Verein dort ein viertätiges Trainingslager. Trotz einiger Reisestrapazen gab es einige Erfolge zu feiern.

Fotos: Constantin von Butler

Es war ein ganz schön langer Tag: Pünktlich um 6.45 Uhr ging es an der Rhönkampfbahn los – und alleine die Anreise war aufgrund des Schneeeinbruchs ein Erlebnis. Die Autobahn war schneebedeckt, ab Kassel waren Räumfahrzeuge im Einsatz. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse war der HSV aber pünktlich zum Wettkampfbeginn da. Vor dem Beginn des Wettkampfes gab es eine unangenehme Überraschung: Der Veranstalter hatte aufgrund der Vielzahl an Teilnehmern kurzerhand die Ausschreibung geändert. So konnten die HSV-Leichtathletinnen Lea Dostal, Fabian Leibold, Amelie Witzel und Lilianna Zirpel leider nicht in allen geplanten Disziplinen an den Start gehen. Gerade bei Witzel und Zirpel war klar, dass nach dem harten Training am Samstag keine Bestleistungen zu erwarten waren. Wettkampfluft zu schnuppern und bei angenehmen Temperaturen auf der Tartanbahn an den Start zu gehen ist aber immer eine Reise wert.

Die vier Athletinnen des Hünfelder SV zeigten solide Leistungen und bestätigten, dass sie auf einem guten Weg sind. Gerade Dostal machte positiv auf sich aufmerksam: Die 60 Meter absolvierte sie in 9.38 Sekunden und die Kugel stieß sie 5,77 Meter weit – beides hätte in der vergangenen Saison für einen Platz unter den Top-30 in ganz Hessen bedeutet. Leibold war noch schneller und erreichte die Ziellinie bei den 60 Metern nach 9,22 Sekunden. Witzel und Zirpel konnten nur über 60 Meter und 60 Meter-Hürden an den Start gehen. Bei Witzel, aktuell in ihrer Altersklasse hessenweit auf dem ersten Platz im Hochsprung, wurde es nichts mit dem Test der neuen Spikes. Zirpel, aktuell auf Platz zwei im Weitsprung in Hessen, durfte in ihrer Paradedisziplin ebenfalls nicht an den Start gehen.

In den Laufwettbewerben gab es ein kurioses Bild: Aus Mangel an Staffeln gab es eine zusammengewürfelte Truppe aus vier Vereinen. Der Hünfelder SV, TV Steinhausen, LG Brillux Münster und DJK Adler Brakel schlossen sich zusammen und gingen gemeinsam an den Start – jede Mannschaft stellte einen Läufer. Als Startläufer war Leibold unterwegs und brachte seine Mannschaft auf die Siegerstraße – am Ende sogar mit fünf Sekunden Vorsprung auf die heimische Staffel.