Der SV Steinbach ist im richtigen Fahrwasser, zumindest im Vergleich zur turbulenten Saison 23/24: Vor einem Jahr stand der SVS den Winter über auf Platz 17, hatte da nur 16 Punkte – nun sind es immerhin 27 Zähler und Tabellenrang 13. „Die Punkteanzahl ist so in Ordnung“, bilanziert SVS-Coach Petr Paliatka: „Vergangenes Jahr war die Situation viel schlimmer. Die Jungs haben am Ende nicht mehr Vollgas gegeben – es haben bei jedem diese bestimmten fünf Prozent gefehlt. Bis dahin haben wir aber eine gute Runde gespielt.“ Die Tabelle in der Hessenliga ist eng: Nur ein Punkt trennt den SVS von den potenziellen direkten Abstiegsrängen – auf den achten Platz fehlen aber auch nur fünf Zähler. „In diesem Jahr ist wirklich alles offen. Wir hatten total ärgerliche Niederlagen. Hätten wir hier und da noch gepunktet, dann würde es noch besser aussehen“, führt Paliatka aus. Ein besonderes Highlight im Kalenderjahr 2024 war der Hessenpokal-Kracher gegen den SV Wehen Wiesbaden: Die Gastgeber mussten sich zwar mit 1:3 geschlagen geben, lockten aber hunderte Zuschauer an den Mühlengrund.
Der Übungsleiter nutzt die fußballfreie Zeit, um sich mit anderen Themen als dem Hessenligaalltag zu beschäftigen. Für Paliatka ging es über die Feiertage zu seiner Mutter nach Tschechien, ehe eine Woche Skiurlaub auf dem Programm stand. Auch seine Spieler sollen die Zeit nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen: „Man hat gemerkt, dass in den letzten beiden Wochen einfach nicht mehr dieser Zug drinnen war. Das ist aber auch normal. Die Jungs waren vom Kopf her einfach platt“, so der Coach. Folglich gab es von Paliatka auch keinen Übungsplan mit auf den Weg. Trainingsauftakt ist am 13. Januar – noch in der gleichen Woche (Samstag, 14 Uhr) gibt es dann beim Ligakonkurrenten Hünfelder SV das erste Testspiel. „Bis dahin soll erstmal richtig abgeschaltet werden. Wir müssen auf jeden Fall die Frische wiederbekommen. Wer etwas für sich macht, hat in den ersten Einheiten einen Vorteil“, schildert Paliatka. Teambuilding-Maßnahmen gab es hingegen schon: Ende Dezember stand eine große Weihnachtsfeier an und privat haben sich die Mühlengrundkicker ebenfalls einige Male getroffen.
Einen Abgang müssen die Verantwortlichen des SV Steinbach verkraften: Aurelius Röth hat den Verein zwischen den Jahren verlassen und sich dem Verbandsligisten SG Aulatal angeschlossen. Ansonsten wird es im Winter vermutlich zu keinen weiteren Kaderveränderungen kommen. „Wir sind nicht unbedingt auf der Suche. Wenn sich etwas ergibt, dann werden wir etwas machen, der Kader ist aber gut genug“, erklärt Paliatka.
