Fußball 16.01.2025

Gruppenliga – „Uns fehlt der Mittelstürmer“ – Kerzell startet und bangt

Kerzell (pf) – Nach einem intensiven Wochenende samt ersten Einheiten und Hallen-Gemeindemeisterschaft steigt die SG Kerzell nun mehr und mehr in die Vorbereitung ein. Denn das große Ziel ist der Klassenerhalt in der Fußball-Gruppenliga – diesmal ohne die Relegation. Dafür ist die Helvetia allerdings dringend auf der Suche nach Torgefahr.

Wohin führt der Weg der SG Kerzell in der Rückrunde? Foto: Justin Klenner

Ein gemeinsamer Erste-Hilfe-Kurs, ein erster Lauf bei klirrender Kälte und eine erfolgreiche Hallen-Gemeindemeisterschaft mit dem Titelgewinn – das Wochenende bei der SG Kerzell hatte es in sich. „Es waren schöne Tage“, sagt Trainer Florian Günther. Doch bei der Helvetia wird es früh schon wieder ernst: Mit einer Stabi-Einheit am Dienstagabend ging die Wintervorbereitung so richtig los, nun stehen intensives Training und Testspiele auf dem Plan. „Wir wollen uns Woche für Woche steigern und mehr tun. Anfangs zwei- bis dreimal, dann drei- bis viermal pro Woche“, sagt Coach Günther. Auch in Sachen Ausdauer und Kraft sollen seine Jungs bereit gemacht werden für eine schwere Restrunde, unter anderem wartet noch ein Trainingslager am Gelände von RW Walldorf.

„Wo es hakt, wissen wir alle“, sagt Günther, der ebenso anmerkt, „dass ich defensiv zufrieden bin“. Vorne allerdings drückt der Schuh, auch weil den Kerzellern „ein Typ Mittelstürmer“ fehlt, der Torgefahr ausstrahle. Diese Rolle füllte Benedict Reith behelfsweise aus, der von hinten nach vorne gezogen wurde. „Er hat das gut gelöst“, findet Günther, der aber gleich mit der nächsten Hiobsbotschaft um die Ecke kommt: „Benedict fällt in der Rückrunde beruflich komplett weg, er kann da leider kein Risiko eingehen. Das tut weh, sportlich wie menschlich“. Der nächste Schock folgte mit der Verletzung von Leon Lomb, dessen Knieverletzung sich als Kreuzbandriss herausstellte. Auch er wird bei der Mission Klassenerhalt nicht helfen können. Hoffnung hat Kerzell aber bei Kapitän Tristan Niklas, der ein halbes Jahr verletzt war. „Die ganze Helvetia-Familie hofft, dass er wieder einsteigen kann“. Dann wäre auch das Offensiv-Problem zum Teil gelöst, wobei Günther auch sagt, „dass wir die Augen offen haben, ob sich noch etwas ergibt. Aber das gestaltet sich leider schwierig“.

Testspiele hat Günther einige geplant, dazu hofft er, dass die Helvetia die Faschingszeit gut überbrücken kann. „Aber wir sind nicht so sehr betroffen. Wir haben drei, die in Löschenrod aktiv sind, aber sie haben mir versprochen, dass sie in der Vorbereitung Gas geben“. Und das große Ziel verliert Günther, der Optimismus in Person, auch nicht aus den Augen: „Der Wille, Glaube und die Hoffnung sind da. Wenn ich sehe, wie die Mannschaft auftritt, bin ich positiv gestimmt. Wir werden bis zum Ende kämpfen, den Klassenerhalt zu schaffen. Am besten diesmal ohne die Relegation“.

 

Die Testspiele in der Übersicht:

Samstag, 1. Februar: SV Mittelkalbach (Kunstrasen Eichenzell)

Sonntag, 9. Februar, 13 Uhr: FSV Germania Fulda (Kunstrasen Johannisau)

Mittwoch, 12. Februar, 18.45 Uhr: SG Büchenberg/Uttr. (Kunstrasen Eichenzell)

Samstag, 15. Februar, 14 Uhr: SG Reulbach/Brand (Kunstrasen Eichenzell)

Samstag, 22. Februar, 14 Uhr: RW Walldorf II (in Walldorf)

Mittwoch, 26. Februar: SG Löschenrod (Kunstrasen Eichenzell)