Lokales HEF 15.01.2025

Geschäftsführer in Hersfelder Möbelhaus gefesselt: Angeklagter schweigt

Bad Hersfeld/Fulda (jk) – Geschäftsführer gefesselt und ausgeraubt: Am Landgericht Fulda wurde am Dienstag der Prozess gegen einen 26-jährigen Ukrainer eröffnet. Dem Angeklagten wird schwerer Raub zur Last gelegt. Am 28. Mai 2024 soll er gegen 3 Uhr morgens in ein Möbelhaus in Bad Hersfeld eingebrochen sein und diverse Wertgegenstände gestohlen haben. Zudem zwang er den Geschäftsführer des Möbelhauses unter Vorbehalt eines Messers, den hauseigenen Tresor zu öffnen, und entnahm daraus ebenfalls 4500 Euro in Bar.

Fotos: Justin Klenner.

Zum Prozessauftakt verlas der Staatsanwalt die Anklageschrift. Daraus ging hervor, dass der aus der Ukraine stammende Angeklagte am 28. Mai vergangenen Jahres in ein Möbelhaus in Bad Hersfeld eingebrochen sei und diverse Wertgegenstände gestohlen habe. Zutritt verschaffte er sich über ein Fenster, welches zum Rolltor führe. Das Fenster erreichte er über einen an der Hauswand stehenden Container. Daraufhin klaute der 26-Jährige zunächst Werkzeuge und Mobiltelefone, unter anderem ein goldenes Netzteil mit Kabel, einen durchsichtigen USB-Stick, ein Entfernungsmesser, zwei Weinflaschen und weiteres, ehe er sich an dem hauseigenen Tresor zu schaffen machte. Mithilfe einer Brechstange hob er den Tresor aus und wartete bis zum Eintreffen des Geschäftsführers in den frühen Morgenstunden.

Gegen 9 Uhr traf dieser schließlich im Markt ein und wurde vom Angeklagten unter Vorhalten eines Messers bedroht, die Schlüssel für den Tresor herauszugeben. Nachdem der Geschäftsführer der Drohung Folge leistete, wurde er vom 26-Jährigen mit Kabelbinder und einem Strick an einen Bürostuhl gefesselt, ihm ein T-Shirt in den Mund gesteckt und mit Paketband fixiert. Aus dem Tresor stahl der Angeklagte 4000 Euro in Scheinen und 500 Euro in Münzen, ehe er das Möbelhaus verließ.

Am 1. Juli 2024 wurde ein Haftbefehl gegen den Angeklagten erlassen. Am 16. Juli vergangenen Jahres wurde der 26-Jährige vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 17. Juli in Untersuchungshaft. Der Verteidiger des Angeklagten teilte Richter Dr. Jörg Weddig mit, dass sein Mandant keine Angaben machen werde. Der Prozess wird am 20. Januar fortgesetzt.