TG Rotenburg – Eintracht Frankfurt 3:0 (25:23, 25:16, 28:26)
Die Halle kochte: Das absolute Spitzenspiel der Frauen-Oberliga ging an die TG Rotenburg. Nicht mit 3:2, nicht mit 3:1, sondern glatt mit 3:0 fertigte die TGR das Team von Eintracht Frankfurt ab. Der Spitzenreiter war gestürzt, die TGR ist nun punktgleich mit den Frankfurterinnen. Und im Meisterschaftsrennen ist damit alles offen. Drei umkämpfte Sätze konnte das Team um Heide Aust gegen Ende ziehen, nur der zweite entwickelte sich frühzeitig in die Richtung der Gastgeberinnen. Riesengroß war der Jubel dann nach dem Matchball zum 28:26 im dritten Satz. Und so gab es am Wochenende nicht nur Sport und Show in Rotenburg, sondern auch Spektakel vor 200 Zuschauern in der Bernhard-Faust-Halle.
SG Johannesberg – SKV Mörfelden 1:3 (25:21, 22:25, 18:25, 15:25)
In einer vor allem von Seiten der Gäste hitzig geführten Begegnung musste sich die SGJ mit 1:3 geschlagen geben. Dabei trauerte das Team vor allem den vergebenen Chancen im zweiten Satz hinterher, als sich die SGJ durch zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept bringen ließ.
Zunächst startete Johannesberg aber gut, konnte mit viel Druck im Aufschlag und guter Block- und Abwehrarbeit eine 18:7-Führung herausspielen. Doch bereits hier deutete sich der spätere Spielverlauf an, als sowohl das Trainerduo der Gäste, als auch die Mannschaftsbank durch aggressives Verhalten und ständiges Protestieren versuchten, Einfluss auf Schiedsrichterentscheidungen zu nehmen. Das führte auf Johannesberger Seite zu einer unruhigen Phase, in der sich erstmals Fehler in der Verteidigungsarbeit einschlichen. Doch gerade noch rechtzeitig fingen sich die Gastgeberinnen und konnten sich Satz eins mit 25:21 sichern.
Der zweite Satz begann ausgeglichen. Die Zuschauer bekamen jetzt ein umkämpftes Spiel zu sehen. In der Satzmitte gelang es Johannesberg, sich mit guten und platzierten Angriffen über die Außenpositionen auf 16:10 abzusetzen. Dann kam es zu den bereits angesprochenen Entscheidungen, die zu einem Bruch im Spiel der SGJ führten. So konnte sich Mörfelden zunächst auf 20:20 heranarbeiten und nach dem zwischenzeitlichen 22:22 waren es drei Johannesberger Angriffsfehler, die den Gästen den Satzausgleich mit 25:22 bescherten.
Der dritte und vierte Satz glichen sich in ihrem Ablauf dann weitgehend. Zu Beginn der Abschnitte agierten beide Teams auf Augenhöhe, aber mit zunehmender Spieldauer schlichen sich bei Johannesberg Fehler, vor allem in der Verteidigung und im Angriff ein, während die Gäste mit einfachem Spiel Erfolg hatten. Immer in der Satzmitte konnten sich die Gäste entscheidend absetzen, während die SGJ zunehmend unglücklich agierte und das eigene Spiel nicht mehr etablieren konnte. Folgerichtig gingen Satz drei und vier mit 25:18 und 25:15 deutlich an die Gäste.
Johannesberg: J. Beikirch, A. Breunung, D. Brux, L. Drexler, St. Franke, A. Grobauer, J. Schawag, K. Schuchert, T. Schuhmann, H. Wilhelm, S. Zukauskiene.
