Volleyball 23.01.2025

Frauen-Bezirksoberliga – Steile Entwicklungskurve beim TSV Hilders

Hilders (jk) – In der Bezirksoberliga Nord machen in diesem Jahr die Volleyballerinnen des TSV Hilders auf sich aufmerksam: Nach neun Siegen aus elf Spielen stehen die Frauen bisher auf dem zweiten Tabellenplatz und haben noch eine Chance auf den Meistertitel. TSV-Trainer Ronald Ludwig zeigt sich über die Entwicklung seiner Mannschaft begeistert und traut ihr in den kommenden Jahren noch eine deutliche Steigerung zu.

Fotos: Kristin Aha.

Konstanz wird beim TSV Hilders großgeschrieben: Der Frauensport beim TSV geht auf die 90er-Jahre zurück. Eine Historie, auf die nur wenige Vereine zurückblicken können. Dass der TSV Hilders einen großen Wert auf eine niedrige Fluktuation innerhalb der Mannschaft lege, ist besonders seit einigen Jahren bei den Volleyball-Spielerinnen zu erkennen. Seit etwas mehr als acht Jahren spiele das aktuelle Team, derzeit in der Bezirksoberliga Nord beheimatet, zusammen. „Die Konstellation, wie sie jetzt ist, gibt es schon lange. Es sind hin und wieder nur ein paar dazugekommen“, erklärt Trainer Ludwig.

Der Coach selbst steht bereits seit 2018 an der Seitenlinie und ist trotz der ein oder anderen kleineren Pause maßgeblich für die Entwicklung der Mannschaft verantwortlich. In den vergangenen Jahren belegte der TSV immer die hinteren Plätze der Liga und kämpfte um den Klassenerhalt. In der Spielzeit 2022/2023 gab es mit dem Abstieg aus der Bezirksoberliga Nord schließlich den sportlichen Tiefpunkt. Zwar hätten die Volleyballerinnen unter Umständen weiterhin in der BOL mitmischen können, entschieden sich jedoch, letztlich freiwillig, für den Weg runter in die Bezirksliga. Eine Liga tiefer fanden die Volleyballerinnen immer mehr zusammen und spielten eine souveräne Runde. Mit elf Siegen aus zwölf Spielen marschierte der TSV auf direktem Weg zurück in die BOL. „Unser Ziel in diesem Jahr war es, vorrangig mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun zu haben“, erläutert Ludwig. Nach elf Partien und 26 Punkten übertreffen die Volleyballerinnen ihre Ziele aber mehr als deutlich. „Uns hat wohl niemand da oben gesehen. Es hat sich aber ganz gut entwickelt in diesem Jahr“, freut sich der Coach über die gute Platzierung. Mit dem Erfolg kommt bekanntlich eine höhere Zielsetzung – so auch beim TSV, der mit dem zweiten Rang Blut geleckt hat. „Wir wollen den zweiten Platz jetzt schon halten“, appelliert Ludwig an sein Team.

Der Kader des TSV besteht aus insgesamt 18 Spielerinnen, wobei sich drei derzeit in Babypause befinden. In den vergangenen Jahren mussten die Frauen manche Spieltage mit maximal neun Spielerinnen antreten. Mittlerweile bekomme Ludwig sein Team während den Heimspielen bis auf den letzten Kaderplatz voll. „In diesem Jahr sind es mehr als zehn. Zu Heimspielen sind sogar alle 14 Kaderplätze belegt“, freut sich der Coach. Im Sommer kamen drei neue Spielerinnen zum TSV, die die Qualität nochmal deutlich anheben konnten. Zwei von ihnen spielten in der Vergangenheit in Horas oder Hünfeld. „Sie helfen uns wirklich sehr“, lobt Ludwig die Neuzugänge. Das Durchschnittsalter beim TSV sei nicht besonders einfach zu ermitteln. Die jüngsten Spielerinnen sind derzeit 16 Jahre, die älteste über 40. Die restlichen Volleyballerinen pendeln sich irgendwo dazwischen ein. Bei der großen Altersspanne scheinen Meinungsverschiedenheiten aufgrund der unterschiedlichen Generationen beinahe dazuzugehören. Beim TSV ist allerdings das Gegenteil der Fall. „Die Mädels verstehen sich wirklich gut. Die Jüngeren werden gut auf- und an die Hand genommen, gerade von den erfahreneren Spielerinnen“, erläutert Ludwig. So gehe das Team oftmals nach Spielen gemeinsam in die Stadt oder verbringt den restlichen Tag miteinander. „In unserer Mannschaft sind es gerade die Generationen, die verbinden“, so der Trainer.

Das Volleyballteam des TSV Hilders. Fotos: Kristin Aha.