Reinier van Lanschot erklärte am Abend, was die pan-europäische Partei Volt ausmache. Diese agiere als „Europäische Bewegung“ in mehreren Ländern und setze sich für eine gemeinsame Identität über Ländergrenzen hinweg ein. Er berichtete, wie die EU-Länder von einander lernen und sinnvolle Konzepte für die Herausforderungen der aktuellen Weltlage finden könnten. Die anstehende Bundestagswahl in Deutschland sei für ihn kein nebensächliches Thema: „What happens here will effect my future (Was hier passiert, wird meine Zukunft beeinflussen).“ Die Menschen in Europa würden sich nach einer „neuen Energie“ sehnen, welche Volt als Partei biete. Er sprach zudem über die aktuelle politische Lage in den Niederlanden, wo der rechtspopulistische Politiker Geert Wilders im vergangenen Jahr als einer der Wahlsieger hervorgegangen war. Dessen „Inkompetenz“ beschädige das demokratische Fundament in seinem Heimatland, warnte der EU-Abgeordnete.
Colin Rimbach, Direktkandidat für den Wahlkreis Werra-Meißner bis Hersfeld-Rotenburg, pflichtete van Lanschot bei. „Hass und Hetze gibt es nicht nur in Deutschland.“ Gegen internationale und globale Herausforderungen brauche es europäische Lösungen. Die passenden Strukturen zur Vernetzung für diese und weitere Angelegenheiten biete Volt: „Man merkt, man hat die gleiche Richtung.“ Er hob für seinen Wahlkreis als wichtiges Thema den Ausbau von ÖPNV als ein zentrales Thema hervor. Bei den Stärken seines eigenen Wahlkreises hob Rimbach die vergleichsweise gut digitalisierte Verwaltung als Positivbeispiel hervor. Justin Auth, Direktkandidat für den Wahlkreis Fulda-Vogelsberg, erläuterte, dass „soziale Gerechtigkeit“ gestärkt werden müsse. Wer Lösungen für die Gesellschaft finde, nehme damit Rechtsextremen den Nährboden für politisches Wachstum. Der Fuldaer sprach sich unter anderem dafür aus, wirtschaftliche Anreize zu setzen: „Arbeit fair entlohnen, passives Einkommen stärker besteuern.“
Europas Bedeutung für Regionen wie Fulda
Im Fokus der anschließenden Diskussions-Veranstaltung standen Themen wie die Rolle eines geeinten Europas für Deutschland sowie der Nutzen der EU für Regionen wie Fulda und die notwendigen Reformen für ein zukunftsfähiges Europa. Die Diskussion überzeugte durch inhaltliche Tiefe, während die hochkarätigen Gäste aus Politik und Wissenschaft ihre präzisen Perspektiven in die Diskussion einbrachten. Moderiert wurde der Abend von Christoph Hagedorn, stellvertretender Local-Lead von Volt Osthessen, der souverän durch den Abend führte.
Das Publikum zeigte sich engagiert und nutzte die Gelegenheit, Fragen direkt an die Redner zu richten – eine seltene Möglichkeit, die europäische Politik hautnah zu erleben. Die rege Beteiligung und die vielfältigen Impulse machten den Abend zu einem besonderen Moment für die Region. Besonders hervorzuheben ist der große Erfolg der Veranstaltung durch die Teilnahme eines vielfältigen Publikums, dessen unterschiedliche Perspektiven und Beiträge den Dialog bereicherten. „Mit diesem Event haben wir gezeigt, wie wichtig und relevant die europäische Idee gerade für Regionen wie Fulda ist“, resümierte Thorben Czewerda, Functional Lead für Kommunikation und Presse von Volt Osthessen.
Europa gestalten: Ein klarer Blick auf die Zukunft der EU in Fulda
Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt, dass die europäische Idee weit über politische Diskussionen hinausgeht und eine fundamentale Grundlage für die Zukunft unserer Gesellschaften bildet. Die intensiven Gespräche und der lebendige Austausch unterstrichen, wie wichtig es ist, dass auch kleinere Regionen aktiv in die europäische Gestaltung eingebunden werden. Die Veranstaltung verdeutlichte klar: Europa ist eine gemeinsame Verantwortung, die sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene gestaltet werden muss.
Die Veranstaltenden bedanken sich bei allen Teilnehmenden für ihr Interesse und ihren Beitrag zu einem Abend, der die Bedeutung Europas für Deutschland sowie die Region Fulda eindrucksvoll unterstrichen hat.
