Lokales FD 28.01.2025

Erinnerung an Holocaust-Opfer – Mahnwache von Omas gegen Rechts

Fulda (as) – „Nie wieder ist jetzt!“: Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 80 Jahren erinnerten die Initiative „Omas gegen Rechts“ in Fulda an die Opfer des Holocaust. Bei der Mahnwache auf dem Universitätsplatz hatten sie dafür mehrere Stolpersteine für getötete jüdische Menschen aus Fulda platziert. Die Akteurinnen setzten damit ein Zeichen gegen Fremdenhass und den wachsenden Antisemitismus in Deutschland anlässlich des Gedenktags.

Die „Omas gegen Rechts“ erinnern an die Opfer der NS-Verbrechen. Foto: Andreas Schellenberg

Trotz des eher trüben Wetters ließen sich die „Omas“ nicht von der Aktion abhalten. Immer wieder hielten Passantinnen und Passanten an, um sich kurz zu der Thematik am Infostand auszutauschen. Es habe sogar einiges Lob für die Mahnwache gegeben, freute sich Andrea Renner, Mitglied in der Initiative. „Wir arbeiten präventiv“, erklärte sie. Am Stand waren Buttons sowie einige Infomaterialien ausgelegt, mit denen beispielsweise rechtsradikale Behauptungen widerlegt werden können. Zudem waren mehrere Stolpersteine zusammen mit Blumen aufgestellt worden. „Wir wollen die Dinge konkret darstellen“, erläuterte Dagmar Heil. Hinter jedem Stein stehe die Geschichte eines Menschen, der in Fulda gelebt habe und in einem Konzentrationslager ums Leben gekommen sei. An die Schrecken des Holocaust müsse auch 80 Jahre nach Kriegsende weiter erinnert werden, waren sich die Anwesenden einig. Cornelia Thiessen-Westerhoff erklärte dazu: „Es ist bedauerlich, dass es in Fulda keine Stolpersteine gibt.“ Auch in der Barockstadt sei es während des Nazi-Regimes zu Enteignungen, Attacken gegen jüdische Mitmenschen sowie deren Deportation gekommen. Die Omas gegen Rechts werden am Samstag, den 8. Februar bundesweit gegen den Rechtsruck in Deutschland demonstrieren. Dazu ist eine Plakatschlange in der Innenstadt geplant.

Mahnwache von Omas gegen Rechts. Fotos: Andreas Schellenberg