„Aktuell werden vier der ursprünglich neun Modelle noch einmal neu durch das beauftragte Architekturbüro aktualisiert, was die Zahlen angeht“, erklärt Jan Marberg, Bürgermeister der Stadt Bad Brückenau. Eine der möglichen Lösungen wäre der Bau eines deutlich kostengünstigeren Hallenbads, was als reines Sportbad fungieren würde. Während diese Variante bei rund 19 Millionen Euro Kosten stehen würde, wäre ein kompletter Neubau der Anlage deutlich teurer. Die Verantwortlichen schätzten damals die nötigen Ausgaben auf etwa 30,8 Millionen Euro, eine Summe, die von einem kleinen Ort wie Bad Brückenau schwer zu stemmen sei, betont der Rathauschef. Der Nutzen für die Stadt wäre dennoch groß: „Eine freiwillige Leistung ist für eine finanzschwache Kommune eine außerordentliche Herausforderung, bei aller Freiwilligkeit sind aber auch der Wert für den Nahtourismus, das Schulschwimmen und auch für die örtliche Wirtschaft nicht zu vernachlässigen.“ Die Stadt werde versuchen auf Förderprogramme zurückzugreifen oder gegebenenfalls mit einem Projektentwickler zusammenarbeiten, erläutert Marberg weiter.
Diese könnte die Stadt allerdings nur vom Freistaat Bayern erwarten, so Torsten Zwingmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Brückenau. Von Seiten des Bundes hätte es schon seit Jahren keine Förderungen mehr gegeben, stellt er heraus: „Die Bundesförderungen in den Jahren 2022 und 2023 haben wir leider nicht bekommen und seit 2024 fördert der Bund auch nichts mehr.“ Ein Abriss des Altgebäudes sei derzeit noch nicht in Planung. Zwingmann rechne aber bereits je nach Umfang mit Kosten von etwa einer Million Euro.
