Die einzige Vorgabe für die Kunstwerke hieß „30 x 30 x 30cm“ und rund 50 Kunstschaffende ließen sich von diesem Leitfaden inspirieren und kreierten fast 300 sehr unterschiedliche Werke. „Wie nähert man sich dem kleinen Format? Das ist eine große, riesengroße Herkulesaufgabe!“, eröffnete das Fördermitglied Nils Küster seine Laudatio. In seiner Rede wolle er allerdings nicht ein einzelnes Werk oder einen besonderen Künstler hervorheben, sondern allgemein die Betrachtung des Kleinen und des Großen. Und genau deswegen nahm der hauptberufliche Lehrer die Anwesenden mit auf eine Reise durch die Kunstgeschichte und zitierte einige Geläufige Redewendungen und Zitate. „So gewiss, wie heute Morgen das Amen in der Kirche gesprochen wurde, so gewiss bin ich mir, dass in uns allen die Lust auf Kunst, die Lust auf Entdeckung, die Lust auf Farbenspiel und Interpretation schlummert“, reflektierte der Kunstenthusiast. Die Eröffnung wurde musikalisch von „0“ durch Gitarre und Gesang begleitet. Als Highlight spielte zudem Jazzkünstler Dino Wurtinger aus Fulda einige Lieder und unterhielt damit die Gäste bestens.
„Wir haben mittlerweile so viele Mitglieder, dass ich mich sehr freue, dass es überhaupt geklappt hat. Genau deswegen war auch die diesjährige Prämisse, dass alle Kunstobjekte kleiner als 30 mal 30 Zentimeter sein müssen – sonst hätten wir hier nicht genug Platz“, erzählte die Vorsitzende des Kunstvereins Fulda Anna-Elisabeth Härtel-Geise. „Es ist natürlich toll, dass wir so viele Mitglieder haben, aber da musste ich mir was ausdenken“, lachte die Künstlerin, die selbst ebenfalls eine Serie ausstellte.
Die 50 Künstler stellten eine bunte Vielfalt von Objekten aus: von Skulpturen und Fotographien über Stickereien bis hin zu Malereien. „Jeder ist frei und darf gestalten, was ihm gefällt, das verbindende Element ist das Format. Zudem hat jeder die Möglichkeit auf einer Fläche von einem Quadratmeter eine Serie aus mehreren Objekten auszustellen“, fasste Küster zusammen. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Künstler seien deswegen der große Charm der Ausstellung. „Alles zusammen ergibt dann das eine Große“, strahlte er.
