In Vertretung für den Sportdezernenten, Bürgermeister Dag Wehner, übernahm OB Dr. Heiko Wingenfeld die Ehrungen, unterstützt durch den Vorsitzenden des Schul-, Kultur- und Sportausschusses der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung, Dr. Albert Post. Der Sport verbindet Menschen und hilft, Grenzen zu überwinden – in diesem Sinne leisten Fuldaer Sportvereine und andere sportlich orientierte Gruppen einen wichtigen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Beitrag. Die Stadt Fulda möchte vor diesem Hintergrund mit dem Förderprogramm explizit Aktivitäten zur Integration und Inklusion in Sportvereinen und Gruppierungen anregen und in besonderem Maße Projekte unterstützen, die einerseits Integration und Inklusion, andererseits aber auch Gesundheit im Alter voranbringen.
Für das Jahr 2024 konnte OB Wingenfeld zwei Projekte besonders auszeichnen: Der FSV Germania plant den Aufbau einer Kinderturn-Abteilung, um die Mobilität und Koordination von Kindern zu fördern und bestehende Defizite zu verringern. Das Projekt richtet sich gezielt an Kinder aus dem sozialen Brennpunkt im Stadtteil Ostend und läuft noch bis zum 31. Dezember 2026. Es wird mit 2000 Euro unterstützt. OB Wingenfeld betonte, dass gerade im Quartier Ostend die Integrationsarbeit des FSV Germania von unschätzbarem Wert sei.
Ebenfalls mit 2000 Euro unterstützt wird ein Projekt des Vereins DAFKS Kontakt Fulda: Es nennt sich „Sport, Musik und mehr“ und will Seniorinnen und Senioren eine Möglichkeit bieten, sowohl sportlich als auch geistig fit zu bleiben. Dabei sollen sportliche Aktivitäten mit Musik verbunden werden, indem Bewegungen zu erlernter Musik, wie etwa an Querflöte, Trommel oder Lyra, ausgeführt werden. Das Projekt richtet sich an Senioren sowie an Menschen mit und ohne Behinderung oder Migrationshintergrund. Geplant ist eine Teilnehmerzahl von 20 bis 25 Personen.
Dajek-Knittel-Preis an Finja Staubach
Die alljährliche Verleihung des Dajek-Knittel-Preises geht auf die Ehrung der Fuldaer Spitzenkanuten Andreas Dajek, Ulrich Knittel und Frank Steinhauser am 23. September 1995 auf dem Universitätsplatz durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger zurück. Damals entstand die Idee, erfolgreiche Nachwuchskräfte des Kanu-Clubs Fulda mit einem „Dajek-Knittel-Preis“ zu ehren. Im Jahr 2024 erhielt Finja Staubach den Preis. Sie hat in der Sprint- und Classic-Disziplin sowohl den Hessischen Meistertitel, als auch den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften errungen. Bei den Europameisterschaften in der Schweiz nahm sie an mehreren Rennen mit guten Platzierungen teil und wurde mit der Wildwasser-Sprint-Mannschaft sogar Vize-Europameisterin. Schon im ersten Junioren-Jahr habe das „Ausnahmetalent“ Finja Staubach außergewöhnliche Erfolge erzielt, lobte der OB.
