Zum neuen Jahr hatte der Landkreis Fulda bereits seine Abfallpreise angepasst. Dies hatte zu höheren Entsorgungskosten seitens der Bürger geführt: 40 Cent mehr Grundgebühr werden pro Person verlangt. Jetzt folgen Anpassungen bei privaten Abfallunternehmen, wie beispielsweise „Schmitt Recycling und Entsorgung“. „Die Einführung und die schrittweise Erhöhung der BEHG-Umlage für Abfälle bedeutet für uns eine zusätzliche Kostenkomponente bei der thermischen Verwertung“, erklärt Schmitt. Gerade im Bereich der Verwertung von fossilen Anteilen in Abfällen würden dadurch steigende Abgaben anfallen, was sich wieder auf die Preise für die Kunden niederschlage, räumt er ein. Durch die Erhöhung der Abgabe würden nicht nur die Produktionskosten steigen, sondern der Aufwand im administrativen Bereich, durch zum Beispiel neue Buchungsposten, und in der Kundenkommunikation, durch beispielsweise einen gestiegenen Beratungsaufwand. „Diese Faktoren zwingen uns, unsere Dienstleistungskosten entsprechend anzupassen, um weiterhin eine verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen“, so der Geschäftsführer. Wie hoch diese ausfallen werden, sei von Fall zu Fall unterschiedlich, gibt er an. Schmitt versichert, dass das Unternehmen großen Wert auf Transparenz lege: „Wir geben die Umlage auf der Rechnung separat an und verrechnen sie nicht mit dem Gesamtpreis, damit der Kunde das voll nachvollziehen kann.“
Als Abfallunternehmen setze sich „Schmitt Recycling und Entsorgung“ ohnehin bereits für „nachhaltiges Handeln und schonenden Umgang mit Ressourcen“ ein, hebt Schmitt weiter hervor. „Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist die Beratung unserer Kunden zu geeigneten Trennverfahren und den optimalen Recyclingwegen“, erklärt der Geschäftsführer und fügt hinzu: „Darüber hinaus setzen wir auch vor der Abfallentstehung an, indem wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern im Handel Strategien zur Abfallvermeidung entwickeln und nachhaltige Lösungen fördern.“ Den Zielen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG), den CO2-Ausstoß zu reduzieren, stünde das Unternehmen ebenfalls grundsätzlich positiv gegenüber. Schmitt gibt zu bedenken: „Allerdings ist eine angemessene Balance zwischen ökologischen Zielen und wirtschaftlicher Tragfähigkeit entscheidend.“ Abschließend fügt er hinzu: „Wir unterstützen Ansätze, die Unternehmen und Verbraucher bei der Umstellung auf nachhaltigere Lösungen begleiten.“
Müllabfuhr im Kreis wird teurer: 40 Cent mehr Grundgebühr
