Am Anfang stand das U30er Pokalturnier an. In seiner Gewichtsklasse -66 Kilogramm ging es für Krüger gegen den Dritten der Thüringer Landesmeisterschaften, Zekria Ahadi vom PSV Erfurt los. Diese Paarung hat es in der Vergangenheit schon öfters gegeben und dort hatte Krüger bisher immer seine Probleme mit dem Kampfstiel des Erfurters. Er kam mit „Anlaufschwierigkeiten“ in den Kampf und ihm gelang nach 1:50 Minuten eine Waza-ari Wertung mit einer Konter -technik. Nach weiteren 45 Sekunden gelang Krüger der verdiente Ippon für O-soto-gari. Anschließend ging es gegen Robert Cyris vom SG Halle. Von Beginn an, bestimmte Christian den Kampf und ihm gelang nach 13 Sekunden eine Waza-ari Wertung für soto-makikomi. Nach weiteren 90 Sekunden der Ippon für Tai-otoshi. Somit belegte Krüger den ersten Platz beim Pokalturnier.
Old School Kategorie
In dieser Kategorie ist das für den noch jungen Judoka mit seinen 23 Jahren eine Herausforderung: Dort haben die „Ü30er“ einen Vorteil, weil sie diese Techniken, die vor 2008 erlaubt waren, aktiv gekämpft haben. Krüger kennt diese Techniken nur aus dem Schwarzgurt-Prüfungsprogramm, aber wie man diese Techniken verteidigt oder erfolgreich ansetzt, wollte er ausprobieren. Dort wurden die Gewichtsklassen zusammengelegt. Krüger mit seinen 63,3 Kilogramm ging in dem 66/73 Kilo-Pool an den Start. Im ersten Kampf gegen Oleksandr Kuzmin vom Polizeisportverein Chemnitz gelang Krüger auch eine dieser Techniken. Nach einer Minute der Ippon, für Kuchiki-taoshi (Griff in die Kniekehle).
Danach ging es gegen Thomas Sobetzko vom PSV Erfurt. Dort gelang Krüger der volle Punkt nach 45 Sekunden mit Seoi-otoshi. Im Anschluss ging es gegen einen 73er Vasile Turuta vom JC Leipzig. Nach 50 Sekunden wurde Krüger mit Ura-nage gekontert und lag mit einer Waza-ari Wertung hinten. Angestachelt von dieser Unachtsamkeit gelang Krüger 10 Sekunden später der Ausgleich für Seoi-otoshi. Nach weiteren 30 Sekunden der Ippon mit Tai-otoshi.
Im Halbfinale wieder gegen einen 73er mit Fabian Schreiter vom VFB Hellerau-Klotsche. Christian versuchte nach Kräften gegen den Größeren und Schwereren mit seinen Ansätzen erfolgreich zu sein. Leider wurde Christian nach einer Minute mit einer Ura-nage Technik gekonntert, die mit Waza-ari bewertet wurde. Die restliche Kampfzeit verteidigte Schreiter seine Führung und war glücklich gewonnen zu haben – das Finale war für Schreiter einfacher. Krüger war trotzdem zufrieden mit dem dritten Platz in dieser Kategorie.
„Black Panthers“
Nach den bisher sechs Kämpfen an diesem Tag wurde Christian Krüger von den Kämpfern aus Schwarza gefragt, ob er in ihrem MixTeam „Black Panthers“ die Gewichtsklasse -66 Kilogramm besetzen möchte. Somit kamen noch mal zwei Kämpfe dazu: Gegen das Team „Bremen“, das unter anderem mit Kämpfern aus Frankreich und einer Kämpferin aus Norwegen besetzt war, musste Krüger als erster ran und den Team-Kampf eröffnen. Nach gerad einmal 14 Sekunden beendete er mit einem krachenden Seoi-toshi die Begegnung. Im weiteren Verlauf war das Team Bremen überlegen und gewann mit 5:2. Danach stand das Derby gegen das Team Saalfeld an. Krüger, der wieder begann, ging wieder sehr früh nach zwölf Sekunden mit einer Waza-ari Wertung in Führung. Bis auf eine Unachtsamkeit, ein Haltegriff aus dem es sich nach acht Sekunden befreien konnte, verteidigte er die Führung. Das Team „ Blcnk Panthers“ gewann das Derby mit 4:2, was Platz zwei bedeutete.
Acht Kämpfe und ein kompletter Medaillensatz mit Gold, Silber und Bronze an Christian Krüger – damit ging ein erfolgreicher Tag zu Ende.
