Campus 24.01.2025

Burger-Patties ohne Fleisch – Produkttest am Campus

Fulda (fp) – Leckerer Genuss ganz ohne Fleisch und made in germany: Im Zuge des Projektes Wertschöpfungskette Erbse-Bohne (WKErBo) testet der Fachbereich Ökotrophologie an der Hochschule Fulda derzeit eine fleischlose Alternative zu Frikadellen und Burger-Patties, welche vollständig aus Ackerbohnen und Erbsen hergestellt wurde. Geplant sei es Ende Mai in die Produktion zu gehen und dann Großküchen zu liefern, so Projektleiterin Prof. Dr. Stephanie Hagspitzl.

Das Team freut sich über den erfolgreichen Test. Fotos: Felix Pillat

Gerade in den vergangenen Jahren sei die Nachfrage nach veganen und vegetarischen Produkten enorm gewachsen, berichtete Hagspitzl. Besonders junge Menschen wollten immer mehr auf Fleisch verzichten und greifen deswegen immer mehr zu Fleischersatzprodukten. Diese würden aber meist im Ausland hergestellt und enthielten oft viele chemische Zusatzstoffe, erklärte die Professorin: „Unser Ziel ist es, ein Produkt zu entwickeln, dass ‚clean‘ ist und gleichzeitig einen hohen Eiweiß-Gehalt aufweist.“ Erreicht werden sollen 20 Prozent Eiweißgehalt. Das übergeordnete Ziel sei es, den Anteil des Legumimosen- (also eiweißhaltige) Pflanzen in Deutschland zu erhöhen: „Es wird nur das angebaut, was sich verkaufen lässt“, meinte Hagspitzl und fügte hinzu: „Deshalb wollen wir ein Produkt in Bio-Qualität, mit wenigen Zutaten schaffen, das in allen Schritten vom Acker bis zum Teller in Deutschland produziert wird.“

Um das Produkt zu perfektionieren, führt das Projekt-Forschungsteam noch bis zum 30. Januar Produkttests in der Hochschule durch. Die optimierten Produkte werden dann vom Studierendenwerk Gießen, antonius, der Jugendherberge und dem DRK an verschiedene Personengruppen, wie beispielsweise Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen, verteilt. Wenn diese das Produkt für gut befinden, soll es durch die Firma „Soto“ großflächig in die Produktion gehen und schlussendlich in Großküchen aber auch bei Privatkunden vertrieben werden. Bisher haben sich 160 Menschen für die Tests angemeldet. Interessierte können unter shorturl.at/IFGO2 anmelden. Eine weitere Testphase sei im Sommer geplant, so Hagspitzl.