Tischtennis 20.01.2025

Bundesliga – Wunderkind Filus sichert ersten Sieg des Jahres

Grünwettersbach (pf) – Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat seine Negativserie in der Tischtennis-Bundesliga gestoppt: Am Sonntag gelang mit dem 3:1-Sieg beim ASC Grünwettersbach der erste Erfolg in 2025, womit die Osthessen weiter mittendrin im Playoff-Rennen bleiben. Ruwen Filus war der Matchwinner mit zwei Punkten.

„Hol uns zwei Punkte“, forderte TTC-Coach Meng (links) von Ruwen Filus – und das Maberzeller Abwehrass lieferte ab. Foto: Manfred Völler

Der junge Taiwanese Hsien-Chia Hsu reist wieder in die Heimat, sammelte beim TTC Maberzell aber tolle Erfahrungen. Foto: Christine Görlich

Bei seinem letzten Spiel des kurzen Intermezzos beim TTC Maberzell war der Taiwanese Hsien-Chia Hsu nicht vom Glück verfolgt: Der Youngster unterlag 0:3 gegen Ricardo Walther – der einzige Punkt dieses Nachmittags, den Grünwettersbach holen konnte. Mit drei Einzelsiegen – zwei von Ruwen Filus, einem von Dima Ovtcharov – sicherte Maberzell aber den so wichtigen Sieg im Playoff-Rennen und ließ den ASC nicht an die Top Vier herankommen, sondern baute den Vorsprung aufs Tabellenmittelfeld weiter aus.

Doch Hsu bekam erstmal das Lob von Maberzells Präsident Stefan Frauenholz, trotz 0:3-Niederlage: „Er hat gekämpft und grade im dritten Satz ein paar Riesen-Bälle gespielt. Die Fans haben ihn gefeiert. Er fliegt morgen wieder zurück in die Heimat“, dankte Frauenholz dem 16-Jährigen für den Einsatz im TTC-Dress und verriet: „Wenn er so weitermacht, können wir ihn in Zukunft nochmal gebrauchen“.

Ansonsten freute sich Frauenholz über die Aufstellung von Chefcoach Qing Yu meng und lobte: „Das war eine taktische Meisterleistung. Er hat die Aufstellung des Gegners gelesen und Dima hat direkt den Punkt gegen den Spitzenspieler geholt“. Ovtcharov war nach seiner ersten Niederlage vor einer Woche gegen Ochsenhausen wieder stark unterwegs und zwang Tiago Apolonia mit 3:0 in die Knie.

Ruwen Filus hatte nachgelegt und das Spiel gegen Guilherme Teodoro gezogen: „Das war gar nicht so einfach“, sagte Frauenholz. Beim Stand von 1:1 Sätzen lag Filus im dritten Satz mit 8:10 hinten und drehte ihn auf 12:10. Er holte das Einzel und den zweiten Punkt vor der Pause. „Das war dann natürlich eine super Ausgangslage“, so Frauenholz.

Nach der Niederlage von Hsu kam es zum Duell von Filus gegen Leo de Nodrest, den Grünwettersbach für den kränkelnden Apolonia eingewechselt hatte. Filus verlor den ersten Satz nach vergebenen Satzbällen, lag im zweiten schon deutlich hinten. „Die Zuschauer hier haben schon getanzt und das 2:2 gesehen“, schilderte Frauenholz. Doch dann kam Filus „wir durch ein Wunder“ wieder auf, nachdem das erste Einzel schon Kraft gekostet hatte. Er kämpfte sich unnachahmlich zurück, drehte das Duell und schlug auch de Nodrest. Damit war der Sieg für den TTC Maberzell vor ausverkaufter Halle fix. Und der Anfang für eine neue Serie gemacht, die kommenden Samstag zuhause gegen Bad Homburg fortgesetzt werden soll.

ASC Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 1:3

Tiago Apolonia – Dimitrij Ovtcharov 0:3 (9:11, 8:11, 5:11)

Guilherme Teodoro – Ruwen Filus 1:3 (5:11, 11:8, 10:12, 9:11)

Ricardo Walther – Hsien-Chia Hsu 3:0 (11:8, 11:8, 11:8)

Leo de Nodrest – Ruwen Filus 1:3 (16:14, 8:11, 8:11, 9:11)