Tischtennis 27.01.2025

Bundesliga - Saarbrücken siegt in Düsseldorf - Tabelle

Fulda (pm/rg) - Am 15. Spieltag in der Tischtennis Bundesliga kam es zum TTBL-Klassiker zwischen Düsseldorf und Saarbrücken. Im Vergleich zum Tabellenführer Düsseldorf lief es für den FC Saarbrücken in der Liga bisher nicht ganz so rund, weshalb die heutigen zwei Punkte umso wichtiger für den amtierenden Champions-League Sieger waren.

Die Tischtennis-Bundesliga bei Osthessen-Zeitung wird präsentiert von Günther Bau.

Den Auftakt in das Match machten Anton Källberg und Darko Jorgic. Von Beginn an war Jorgic besser in der Partie und konnte den Schweden in drei glatten Sätzen mit 0:3 (5:11, 8:11, 9:11) schlagen und den FCS in Führung bringen. Auch nach dem darauffolgenden Einzel zwischen Timo Boll und Patrick Franziska, musste die ausverkaufte Arena noch immer auf den ersten Satzgewinn der Gastgeber warten. Denn auch dieses Einzel ging mit 0:3 (8:11, 5:11, 1:11) an den 1. FC Saarbrücken TT, die ihre Führung somit auf 0:2 ausbauen konnten.

Nach der Pause hoffte Düsseldorf auf den Anschlusspunkt durch einen Sieg von Stumper gegen Ionescu. Im ersten Satz erfüllte sich diese Hoffnung, denn Stumper erwischte einen guten Start in die Partie. Doch danach wendete sich das Blatt und Eduard Ionescu entschied die nächsten drei Sätze für sich. Durch das 1:3 (11:5, 6:11, 7:11, 9:11) des jungen Rumänen beendete der FCS das Spiel mit 0:3 unerwartet deutlich und kann sich über zwei Punkte beim Tabellenführer freuen.

Für die Saarländer war der Sieg heute enorm wichtig, um den Abstand auf den ebenfalls siegreichen TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nicht noch größer werden zu lassen. Vier Punkte trennen Saarbrücken aktuell vom vierten Tabellenplatz, der für die Play-off Teilnahme notwendig ist. „Wir sind heute etwas besser in die Partie gestartet als Düsseldorf“, sagte Patrick Franziska. „Wir glauben fest daran, dass wir die Play-off-Runde noch erreichen. Dafür war das heute natürlich ein immens wichtiger Sieg.“

Andreas Preuß (Manager Borussia Düsseldorf): „Das kann in einem Duell zweier Spitzenmannschaften einfach passieren. Vor einer Woche gewinnst du in Montpellier mit 3:0 und verlierst dann zu Hause in gleicher Höhe gegen Saarbrücken. Ich habe immer gesagt, dass wir um jeden Punkt kämpfen müssen und noch lange nicht durch sind. Wir haben noch sieben Spiele bis zu den Play-offs und müssen in jedem einzelnen Match richtig fighten.“

 

Mit Nervenstärke zum Sieg - Dortmund schlägt Bergneustadt

In einer packenden Partie hat Borussia Dortmund den TTC Schwalbe Bergneustadt erneut mit 3:2 besiegt. Benedikt Duda, der im Hinspiel noch ohne Sieg blieb, zeigte sich diesmal in Topform. Bei Dortmund wurde Cedric Nuytinck zum ausschlaggebenden Faktor.  

Das Duell begann mit einem packenden Einzel über die volle Distanz zwischen Yongyin Li und Kanak Jha. Nach einem starken ersten Satz verlor Li etwas an Schwung und musste die nächsten beiden Sätze abgeben. Doch im vierten Satz drehte der Dortmunder das Spiel erneut zu seinen Gunsten und entschied auch den Entscheidungssatz für sich (11:7, 2:11, 7:11, 11:3, 11:5). Damit ging Borussia Dortmund mit 1:0 in Führung.

Im Anschluss stellte der im Hinspiel noch sieglose Benedikt Duda seine Klasse unter Beweis und glich für Bergneustadt aus. Gegen Simon Berglund setzte sich der Linkshänder nach vier spannenden Sätzen mit 3:1 durch (3:11, 12:10, 12:14, 11:13). Besonders in den entscheidenden Momenten zeigte Duda die nötige Ruhe und sicherte seinem Team den Ausgleich.

Dortmunds Cedric Nuytinck stand im dritten Einzel gegen den französischen Meister von 2021, Romain Ruiz, unter Druck. Nuytinck startete souverän in die Partie und gewann den ersten Satz mit 11:5. Ruiz kämpfte sich zurück und gewann den zweiten Durchgang mit 11:9, ehe Nuytinck wieder auf 2:1 erhöhte. Im vierten Satz deutete beim Stand von 8:3 für Ruiz alles auf einen Entscheidungssatz hin, doch Nuytinck zeigte eine beeindruckende Comeback-Mentalität. Der 32-jährige gewann den Durchgang mit 12:10 und brachte sein Team wieder auf die Siegerstraße.

Im vierten Einzel zeigte Benedikt Duda erneut seine spielerische Klasse. Gegen Yongyin Li spielte der Bergneustädter von Beginn an konzentriert und holte sich die ersten beiden Sätze klar mit 11:3 und 11:6. Li kämpfte sich zwar mit einem 11:9 zurück, doch Duda behielt in einem spannenden vierten Satz die Oberhand und entschied ihn mit 12:10 für sich. Das 2:2 war damit hergestellt und alles war für das Schlussdoppel offen.

Das abschließende Doppel musste die Entscheidung bringen. Für Dortmund traten Nuytinck und Anders Lind an, während Bergneustadt auf Ruiz und Adrien Rassenfosse setzte. Das Dortmunder Duo war von Beginn an hellwach und sicherte den schwarz-gelben mit einem klaren 3:0-Erfolg (11:8, 11:8, 13:11) den Gesamtsieg.

Durch diesen knappen Sieg kann Borussia Dortmund nun auf eine positive Bilanz in den nächsten Spielen hoffen und weiter in der Tabelle klettern. Bergneustadt bleibt als direkter Verfolger auf die begehrten Playoff-Plätze weiterhin ein ernstzunehmender Kandidat, der sich jedoch die bittere Niederlage schnell von der Seele schütteln muss.

 

Dank Gerassimenko: Bremen jubelt gegen Grünwettersbach

Der SV Werder Bremen hat den ersten Sieg im neuen Jahr geholt: Am Sonntag gewannen die Hanseaten mit 3:1 gegen den ASC Grünwettersbach und überholten die Badener damit auch in der Tabelle.

 Nach nur einem Sieg aus den vorangegangenen sieben Partien war der SV Werder Bremen auch in der Tabelle abgestürzt. Angesichts von Platz acht richtete das Team von Trainer Cristian Tamas den Blick sogar ein wenig nach unten. Mit dem 3:1 gegen den ASC Grünwettersbach schickte Werder am 15. Spieltag nun ein Lebenszeichen und verbesserte sich auch in der Tabelle. Mit 14:16 Punkten zogen die Bremer am punktgleichen Grünwettersbach vorbei auf den siebten Tabellenrang. Bereits das Hinspiel in Baden hatten die Hanseaten im vergangenen August mit 3:1 für sich entschieden.

„Wir sind leider nicht so gut in das Jahr gestartet, umso wichtiger ist dieser Sieg für unser Selbstvertrauen“, sagte Bremens Mattias Falck im Anschluss. Für den ASC war es die dritte Niederlage in Serie. „Bevor ich zu Grünwettersbach kam, wusste ich nichts von der Historie des Duells mit Bremen“, sagte Tiago Apolonia. „Ich glaube, in den letzten zehn Jahren haben wir nur zweimal gegen sie gewonnen. Heute war Bremen einfach besser vorbereitet – sie haben sich den Sieg verdient.“

Matchwinner für die Gastgeber war Kirill Gerassimenko, der direkt im Auftakteinzel ein sensationelles Comeback hinlegte. Gegen Guilherme Teodoro schien der 28-Jährige bereits unterlegen – bei 0:2 Sätzen lag er im dritten Satz erst mit 6:10 hinten, dann mit 10:11 und 11:12. Immer wieder kämpfte sich Gerassimenko zurück, holte ein 14:12, wehrte auch im vierten Satz einen Matchball ab und brachte Werder schließlich mit seinem 3:2 (8:11, 11:13, 14:12, 12:10, 11:9) in Führung. „Kirills Match war verrückt. Das war entscheidend für die gesamte Begegnung“, stellte Mattias Falck fest. Der Schwede legte im Anschluss nach, durch das 3:1 (11:8, 11:5, 8:11, 11:8) gegen Ricardo Walther ging Bremen mit einer 2:0-Führung in die Pause.

 Nach dieser meldeten sich die Gäste noch einmal zurück, Tiago Apolonia verkürzte durch das 3:2 (6:11, 11:4, 11:9, 9:11, 11:4) gegen Marcelo Aguirre. Dann aber war wieder Gerassimenko dran, und dieses Mal machte es der Kasache deutlicher als im Auftakteinzel. Nach gut 20 Minuten Spielzeit sicherte er sich drei Matchbälle gegen Walther und feierte schließlich ein 3:0 (11:9, 11:9, 11:9).

  

Der 15. Spieltag in der Übersicht

 

Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Anton Källberg - Darko Jorgic 0:3 (5.11, 8:11, 9:11)
Timo Boll - Patrick Franziska 0:3 (8:11, 5:11, 1:11)
Kay Stumper - Eduard Ionescu 1:3 (11:5, 6:11, 7:11, 9:11)

 

Borussia Dortmund – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2
Yongyin Li - Kanak Jha 3:2 (11:7, 2:11, 7:11, 11:3, 11:5)
Simon Berglund - Benedikt Duda 1:3 (3:11, 12:10, 12:14, 11:13)
Cedric Nuytinck - Romain Ruiz 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 12:10)
Yongyin Li - Benedikt Duda 0:3 (3:11, 6:11, 11:9, 10:12)
Cedric Nuytinck / Anders Lind - Romain Ruiz / Adrien Rassenfosse 3:0 (11:8, 11:8, 13:11)

 

SV Werder Bremen – ASC Grünwettersbach 3:1
Kirill Gerassimenko – Guilherme Teodoro 3:2 (8:11, 11:13, 14:12, 12:10, 11:9)
Mattias Falck – Ricardo Walther 3:1 (11:8, 11:5, 8:11, 11:8)
Marcelo Aguirre – Tiago Apolonia 2:3 (11:6, 4:11, 9:11, 11:9, 4:11)
Kirill Gerassimenko – Ricardo Walther 3:0 (11:9, 11:9, 11:9)

 

Tabelle:

1

Borussia Düsseldorf

15

+14

22:08

2

TSV Bad Königshofen

15

+12

22:08

3

TTF Liebherr Ochsenhausen

14

+13

20:08

4

TTC Fulda-Maberzell

15

+13

20:10

5

TTC Schwalbe Bergneustadt

15

+6

16:14

6

1. FC Saarbrücken

15

+3

16:14

7

ASV Grünwettersbach

15

-9

14:16

8

SV Werder Bremen

15

-1

14:16

10

Borussia Dortmund

15

-8

10:20

9

Post SV Mühlhausen

15

-13

10:20

11

OE Bad Homburg 1987

15

-14

08:22

12

TTC Zugbrücke Grenzau

14

-16

06:22

 

Die Tischtennis-Bundesliga bei Osthessen-Zeitung wird präsentiert von Günther Bau.

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