Es ist die kürzeste Auswärtsfahrt für den TTC Maberzell, noch kürzer als beim Hessenderby nach Bad Homburg: Am Montag geht es für die Fuldaer Tischtennis-Asse nach Unterfranken zum TSV Bad Königshofen. Dimitrij Ovtcharov und Co. wollen erfolgreich ins neue Jahr starten, nachdem sie die Tabellenführung an Düsseldorf abgeben mussten. Doch im Playoff-Rennen ist weiter alles möglich, auch für den Gegner: Königshofen liegt nur ein Spiel hinter dem TTC Maberzell, ein echtes Topspiel wartet also am Montag auf die Fans.
Das Gute für die Maberzeller, nimmt Präsident Stefan Frauenholz vorweg: „Dima ist wieder mit dabei“. Dagegen fehlt Cheng-Jui Kao zwar, doch schon kommt Frauenholz mit der nächsten Nachricht um die Ecke: Der TTC hat noch einmal aufgerüstet, und mit Hsien-Chia Hsu einen 16-jährigen Taiwanesen an Land gezogen. Er ist aktuell die Nummer 256 der Weltrangliste und soll vor allem im Doppel helfen. Aufgrund der Regelung mit den ausländischen Spielern kann er natürlich nur mitwirken, wenn Kao oder Chuang nicht da sind – was aber schon am Montag der Fall sein könnte. „Wir haben ihn für das Doppel geholt“, sagt Frauenholz. Hsu könne auch Einzel spielen, doch im Doppel noch mehr der X-Faktor sein, wenn es um alles geht.
Angeführt von Ovtcharov, der seine bockstarke Bilanz von 13:0 in der Bundesliga weiter ausbauen will, wollen die Maberzeller weiter in der Spitzengruppe mitmischen. Spitzenreiter Düsseldorf, der nach der Niederlage im Herbst in Fulda erstmals seit gefühlten Ewigkeiten nicht im am Wochenende stattfindenden Pokal Final Four dabei ist, spielt schon Sonntag gegen Bergneustadt und kann vorlegen. Doch der TTC fokussiert sich auf die Aufgabe im Grabfeld: Denn auch Bad Königshofen will diese Saison in die Playoffs, hat mit Jin Ueda (9:4-Bilanz) einen starken Japaner in den eigenen Reihen und außerdem mit Bastian Steger (8:5) einen absolut erfahrenen Bundesligaspieler.
