Tischtennis 26.01.2025

Bundesliga – Meng und Filus „weltklasse“: Maberzeller 3:0-Derbysieg

Fulda (pf) – Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell ist wieder in der Spur: Am Samstagabend nährten die Tischtennis-Profis aus Osthessen die Hoffnungen der Fans auf die Bundesliga-Playoffs mit einem 3:0-Heimsieg gegen den TTC OE Bad Homburg. Alle Maberzeller schrieben dabei in der Hubtex-Arena ihre ganz eigene (Erfolgs-)Geschichte.

Fan Bo Meng (oben) brillierte und stellte Stefan Frauenholz und die Fans zufrieden. Fotos: Christine Görlich

Dieser Sieg war eminent wichtig im harten Playoff-Rennen der Tischtennis-Bundesliga: Die Maberzeller bescherten den Fans den ersten Heimsieg im Jahr 2025 und den nächsten Schritt Richtung Playoffs. Das 3:0 klingt am Ende deutlich, doch Bad Homburg war im Hessenderby durchaus ein unangenehmer Gegner. Diesmal aber lag das Momentum auf Seiten der Maberzeller, die in entscheidenden Situationen stets das bessere Ende für sich hatten. „Als Playoff-Kandidat musst du gegen den Vorletzten natürlich gewinnen. Aber dass es so klar wird, hätten wir auch nicht gedacht“, war Stefan Frauenholz, Präsident des TTC Maberzell, glücklich über den Verlauf des Abends vor 480 Zuschauern – erstmals war die Halle diese Saison nicht ganz ausverkauft.

Den Anfang machte Dimitrij Ovtcharov, der gegen den Ex-Maberzeller Benno Oehme aber erstmal kämpfen musste: Der 24-Jährige hielt im ersten Satz lange mit und lag im zweiten sogar 4:2 vorne, ehe Ovtcharov einen Run startete. Dann kämpfte sich Oehme jedoch wieder vor und lag mit 10:8 in Front, vergab zwei Satzbälle und musste den Durchgang in der Verlängerung abgeben. Das gab dem Spiel des Bad Homburgers einen Knacks, Ovtcharov machte im dritten Satz kurzen Prozess.

Enger ging es dann im zweiten Einzel zu, was auch zu erwarten war: Fanbo Meng ging nach überstandenen Schulterproblemen gegen Csaba Andras an die Platte und lag auch erstmal hinten, ehe er den ersten Satz eindrucksvoll herumriss und mit 13:11 gewann. Satz zwei ging dann an den Ungarn, Satz drei aber wieder deutlicher an Meng, der mit jedem Punkt eine breitere Brust bekam. Auch im vierten Satz ließ er nichts anbrennen und hatte den tosenden Jubel der Maberzeller Fans auf seiner Seite. „Fanbo hat im dritten und vierten Satz überragend gespielt“, war Frauenholz voll des Lobes.

Dann setzte Ruwen Filus gar noch einen drauf: 0:2 lag er gegen den Schweden Kristian Karlsson hinten, verlor den zweiten Satz deutlich mit 5:11 gegen den Doppel-Weltmeister von 2021, der seine Verletzung augenscheinlich auskuriert hatte. Doch dann sprang ein Funke über: Filus witterte Morgenluft, bestimmte den dritten Satz von Beginn an und behielt im entscheidenden Moment die Nerven. Mit dem 12:10 verkürzte er und war nun obenauf: Satz vier ging deutlich an den Maberzeller Abwehrspezialisten, und der Abend bog auf die Zielgerade ein. Filus setzte das Comeback tatsächlich fort und führte auch im fünften Satz durchgehend. Beim zweiten Matchball war es dann soweit: Nach genau zwei Stunden hatte der TTC Maberzell mit 3:0 gewonnen. „Ruwen hat drei Sätze weltklasse gespielt“, freute sich Frauenholz und gab an: „Für die Fans war das heute super. Es gab Standing Ovations nach dem Spiel“.

Die Maberzeller holten den zehnten Sieg im 15. Saisonspiel und haben damit auf dem vierten Tabellenplatz weiter einen kleinen Puffer auf die Verfolger. Die Künste von Chuang Chih-Yuan, der für die Partie ebenfalls angereist war, wurden gar nicht gebraucht.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Bad Homburg 3:0

Dimitrij Ovtcharov – Benno Oehme 3:0 (11:7, 13:11, 11:3)

Fanbo Meng – Csaba Andras 3:1 (13:11, 8:11, 11:5, 11:5)

Ruwen Filus – Kristian Karlsson 3:2 (9:11, 5:11, 12:10, 11:7, 11:9)

Zuschauer: 480