Im vollbesetzten Marktcafé waren zwischen den hölzernen Tischen blaue Aufsteller und ein Stehtisch in der Mitte aufgebaut, an dem sich Ministerpräsident Rhein und der Alsfelder Rathauschef unterhielten. Dieses Jahr werde ein politisch spannendes Jahr werden, prophezeite Paule gleich zu Beginn. Mit dem Zerbrechen der bestehenden Ampel-Koalition in Berlin sei es nun wichtig „einen neuen Kanzler zu wählen, der die politische Krise möglichst beendet“, betonte Paule: „Wir müssen die Weichen auf Zukunft stellen. Das ist, wofür wir hier bei der CDU auch stehen.“
Dem stimmte Ministerpräsident Rhein zu. Er bezeichnete die anstehenden Neuwahlen am 23. Februar als eine Schicksalswahl und betonte: „Wir haben jetzt eine einzigartige Chance für einen politischen Wechsel. Wir brauchen jetzt die CDU, wir brauchen jetzt Friedrich Merz, wir brauchen jetzt einen echten Wechsel.“ Weiter kritisierte er die Wirtschaftspolitik der Ampel, sprach sich für mehr Investitionen auf Landesebene aus und warnte vor der Wahl von Randparteien. „Diese Wahl wird entscheiden, ob die Wähler in bürgerliche Parteien vertrauen oder an die Ränder abrutschen“, sagte er nachdrücklich.
Landtagsabgeordneter Frederik Bouffier sprach sich wie seine Vorredner für eine klare Wahl der CDU und gegen die AfD aus, die er als „Abstieg für Deutschland“ bezeichnete: „Deswegen nicht mit den Stimmen taktieren, sondern beide Stimmen für die CDU.“
Im Anschluss an die Reden der Politiker traten Rhein und Paule in den Dialog und beantworteten kurz Fragen ihrer Parteikollegen. Sie sprachen über die Wichtigkeit von Bürgernähe und den Bürgermeisterwahlkampf. Da direkt nach der Veranstaltung die Landesvertreterversammlung in der Hessenhalle stattfand, musste der Ministerpräsident sofort weiter. Bürgermeister Paule blieb hingegen und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Der Alsfelder Rathauschef tritt ebenfalls am 23. Februar wieder zur Bürgermeisterwahl an.
