„Wo drückt der Schuh?“, fragte Brand, der die Veranstaltung moderierte, gleich zu Beginn die vier Vertreter der ehrenamtlichen Organisationen aus der Region. Zur Diskussion waren Marcell Büttner, Kreisbrandinspektor des Vogelsbergkreises, Christoph Schwab, Geschäftsführer des DRK Fulda, Oberstleutnant a.D. Christian Keimer vom Reservistenverbund Landesgruppe Hessen, und Bernd Müller-Strauß, Leiter des Fuldaer Feuerwehrmuseums, als Sprecher für das THW Fulda, eingeladen gewesen, die ihre Sichtweise auf die Probleme im Ehrenamt darstellten.
Als zentrale Herausforderungen benannten sie den anhaltende Personalmangel, die Unterfinanzierung und hohe bürokratische Hürden im Ehrenamt. „Das Ehrenamt braucht eine finanzielle Basis“, führte Schwab stellvertretend für alle auf. Zusätzliche Themen waren die Einführung standardisierter Feuerwehrhäuser, die Anerkennung des Ehrenamts, beispielsweise durch die Einführung von Vergünstigungen für ehrenamtlich Tätige, die Stärkung des Katastrophenschutzes und die Aufrüstung gegen die Gefahr durch Putin und Russland. „Putin steht mir persönlich schon sehr lange auf dem großen Zeh“, griff Keimer Brands Schuh-Analogie auf.
Kiesewetter stimmte den Vorschlägen voll und ganz zu. „Wir müssen uns überlegen, wie wir die angesprochenen Probleme überwinden können und zugleich das Ehrenamt nicht vergraulen“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Als Lösungsansätze führte er beispielsweise die Schaffung von attraktiven Konditionen für ehrenamtliche Helfer, die Reduktion personeller Limitierung der Verbände, aber auch der Wiedereinführung einer staatlichen Wehrpflicht an. Gleichzeitig warnte er vor der Bedrohung durch Putin. „Wir müssen diese Bedrohung ernst nehmen und dürfen nicht seicht reagieren“, mahnte Kiesewetter.
Danach trat der Abgeordnete in den offenen Diskurs mit dem Publikum und referierte über die vorgestellten Themen in direktem Austausch mit den Anwesenden.
Der Veranstaltung wohnten unter anderem auch OB Dr. Heiko Wingenfeld, Manfred Helfrich, Bürgermeister in Poppenhausen, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Müller und Thomas Hering sowie CDU-Stadtverbandsvorsitzende Patricia Fehrmann bei.
