Lokales FD 04.01.2025

Besonderes Jahr – Rückblick von Thomas Hering

Fulda (pm) – Das Jahr 2024 war ein ganz besonderes – Thomas Hering blickt zurück und schaut nach vorne. Der 53-Jährige wohnt in Fulda und ist Mitglied des Hessischen Landtags.

Thomas Hering. Foto: Stefan Krug

 

2024 – ein besonderes Jahr: Wie bewerten Sie das Jahr für sich persönlich und gesellschaftlich?

Gesellschaftlich sehe ich nicht erst seit den furchtbaren Ereignissen von Magdeburg ein Spannungsfeld mit viel Stimmungsmache und Emotionen. Somit birgt dieses zu Ende gehende Jahr Herausforderungen für die kommenden Zeiten. Wir müssen wachsam sein und der Staat konsequent und handlungsfähig auftreten. Viele Begegnungen und Gemeinschaftsaktionen auf allen Ebenen zeigen aber auch, dass wir in unserer Demokratie und untereinander das Potential für Frieden schon im kleinen Kreis haben und dieses wieder mehr nutzen müssen. Persönlich bin ich dankbar für guten familiären Zusammenhalt und Stabilität.

Was waren für Sie die gravierendsten Ereignisse in diesem Jahr?

Von besonderer Tragweite war sicherlich die überraschend deutliche Präsidentenwahl in den USA, deren Auswirkungen es abzuwarten gilt. Der Wahlkampf soll uns Mahnung zu Sachlichkeit und Fairness sein. Leider zeichnen die weiteren gravierenden Ereignisse besonders traurige Erinnerungen: Gewalttaten, aktueller Anschlag und immer mehr angefeindete Retter, Helfer und Polizisten. Als Lichtblick habe ich die Vorbildfunktion der deutschen Nationalmannschaft mit Fairness, Kampfgeist und Zusammenhalt empfunden.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Vor unserer Haustür angefangen mehr Empathie und gesellschaftliche Verantwortung für Entspannung und mitmenschlichen Austausch. Dazu gehört die sachliche Information und Vorsicht vor Emotionalisierung in sozialen Medien. Die beklagten Ereignisse und Entwicklungen aus 2024 mögen uns lehren, worauf zu achten und wie miteinander umzugehen. Konkret auch die Einsicht, wie unser früherer Ministerpräsident Volker Bouffier sagte: „Immer überlegen, der andere könnte auch Recht haben“. Das gibt Weitblick und öffnet zumindest für argumentative Auseinandersetzung.