Lokales FD 02.01.2025

Besonderes Jahr – Rückblick von Steffen Flicker

Fulda (pm) – Das Jahr 2024 war ein ganz besonderes – Steffen Flicker blickt zurück und schaut nach vorne. Der 51-Jährige wohnt in Fulda und ist Direktor des Marianums in Fulda.

Foto: privat

2024 – ein besonderes Jahr: Wie bewerten Sie das Jahr für sich persönlich und gesellschaftlich?

Das Jahr 2024 war für mich von vielen positiven Ereignissen und Erlebnissen geprägt. Wir hatten in diesen Jahr einen wunderbaren Sommer, den ich sehr genossen habe. Gesellschaftlich stehen wir indessen vor großen Herausforderungen. Die Auflösung des Bundestages, die im Februar zu Neuwahlen führt, hat zur Konsequenz, dass nun die politische Parteien Wahlversprechen in den Raum stellen, die dann in der konkreten Umsetzung schwierig sind. Der Krieg in der Ukraine besorgt mich ebenfalls. Innenpolitisch stellt die Preissteigerung viele Familien vor besondere Herausforderungen.

Was waren für Sie die gravierendsten Ereignisse in diesem Jahr?

Natürlich bedeutet es für die Stabilität unseres politischen Systems in Deutschland nichts Gutes, wenn der Bundestag aufgelöst wird. Die gegenseitigen Schulzuweisungen und Vorwürfe der ehemaligen Koalitionspartner in der Ampelregierung führen letztlich zu noch mehr Politikverdrossenheit in der Bevölkerung. Hier sind alle politisch Verantwortliche gefordert, sich zu mäßigen und für eine gute politische Kultur Sorge zu tragen. Aber es gab auch viele positive Ereignisse: Die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land hat viele Menschen begeistert und zusammengeführt. In unserem Nachbarland Frankreich wurde nach fünfjähriger Bauzeit die Kathedrale Notre Dame in Paris feierlich wieder eingeweiht, was ein starkes Symbol darstellt.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Ich wünsche mir ein von Frieden geprägtes neues Jahr. Möge es dazu führen, dass Kriege beendet werden können und aus Feindseligkeiten Verständigung wird. Noch nie haben Kriege dazu geführt, dass Menschen zueinander finden. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir in unserer Gesellschaft mehr Zeit für Gespräche finden, dass wir uns weniger in digitalen Welten aufhalten und austauschen, sondern mehr von Angesicht zu Angesicht in Dialog kommen. Für unsere Schule wünsche ich mir, dass wir am Marianum weiterhin eine gute Schulgemeinschaft haben und dass wir weiterhin dazu beitragen können, dass die Begabungen und Talente unserer Schülerinnen und Schüler am Marianum zur Entfaltung gebracht werden können.