„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe“, sagte Rös, die die Leitung bereits zum 1. Juli 2024 übernahm, und dankte ihren Vorrednern für die vielen lobenden Worte und ihrem Team, ohne das alles nicht möglich wäre. „Die Autobahn ist für uns unglaublich wichtig“, unterstrich Rös und verwies auf Pendler, die wie sie selbst jeden Tag über die Autobahnen zur Arbeit fahren, Transportunternehmen, aber auch den Tourismus: „Für mich ist wichtig, diese Infrastruktur zu erhalten.“ Güntner, der selbst gebürtig aus Region stammt, hob hervor, dass die Außenstelle Fulda nicht einfach ein Standort, sondern ein Herzstück in der Mitte Deutschlands sei. Zum Zuständigkeitsbereich gehören unter anderem die A7 und die A44 mit vielen Brücken und Tunneln. „Autobahnen sind nicht nur Verkehrsadern, sie sind Lebensadern“, machte Güntner deutlich. Die Außenstellen würden innerhalb der Autobahn GmbH eine wichtige Funktion einnehmen, denn über sie liefen die Planungen und der Betriebsdienst. Rös habe sich als Führungspersönlichkeit erwiesen. „Die Aufgaben sind anspruchsvoll, aber Sie bringen Erfahrung mit und Teamgeist“, so Güntner.
Zur offiziellen Amtseinführung waren auch Landrat Bernd Woide, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und die beiden Bundestagsabgeordneten Michael Brand und Jürgen Lenders in die Flemingstraße gekommen. Vielen sei nicht bewusst, welche grundlegende Strukturveränderung mit der Schaffung der Autobahn GmbH vollzogen worden sei, sagte Wingenfeld. Auch wenn viel geklagt werde, „wir können ein Stück stolz darauf sein, eine solche Autobahninfrastruktur zu haben“, meinte der Oberbürgermeister. Auch Woide betonte, dass die Autobahnen eine besondere Funktion in Europa, aber auch in der Region hätten: „Wir leben mit und von unseren Autobahnen.“ Brand verdeutlichte, dass sowohl Autobahn als auch Schiene wichtig seien und versprach für die Zeit nach der Bundestagswahl: „Wir werden bauen, wir werden investieren in die Infrastruktur.“ Auch Lenders bezeichnete die Außenstelle Fulda mitten in Deutschland als ein Herzstück, weil der Bereich ein zentraler Bestandteil des deutschen Netzes sei. Er dankte den Mitarbeitern und zollte insbesondere den Ingenieuren seinen Respekt, die mit ihrer Unterschrift bescheinigen, dass Brücken weiter befahren werden dürfen. Gerd Kimpel, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, bescheinigte Rös, dass sie ihre Qualität schon des Öfteren habe eindrucksvoll zeigen können.
Zur Person Julia Rös
Julia Rös ist 45 Jahre alt und hat an der TU Darmstadt Bauingenieurwesen studiert. Nach einem Referendariat für den höheren technischen Verwaltungsdienst bei der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung leitete sie unter anderem das Kompetenzcenter Bauwerksentwurf in Marburg und steuerte Projekte im Bereich Planung und Bau bei Hessen Mobil in Fulda. Seit dem 1. Januar 2021 ist Rös für die Autobahn GmbH des Bundes tätig. In der Außenstelle Fulda leitet sie zuvor den Geschäftsbereich Bau und Erhaltung. Rös wohnt in Oberaula, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Über die Außenstelle Fulda
Die Außenstelle Fulda ist eine von sieben Außenstellen der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH. Die Zentrale der Niederlassung Nordwest ist in Hannover. Zur Außenstelle Fulda gehören die drei Autobahnmeistereien Alsfeld, Höhnebach und Fulda. In der Außenstelle und den drei Meistereien arbeiten insgesamt rund 170 Mitarbeitende in den Bereichen Planen und Bauen sowie Betrieb und Verkehr. Die Zuständigkeit erstreckt sich auf rund 290 Kilometer Autobahnnetz, einschließlich wichtiger Verkehrsknotenpunkte, wie etwa die Dreiecke Fulda, Hattenbach und Kirchheim. Zukünftig erweitert sich die Zuständigkeit noch um das Ohmtaldreieck (A5/A49) und das Wommener Dreieck (A4/A44). Im Betriebsbereich liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Betreuung der Tunnelanlagen. Derzeit umfasst der Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Fulda 23.222 Tunnelmeter, die sich auf neun Tunnel verteilen. Mit der Fertigstellung der A44 werden vier weitere Tunnel hinzukommen, darunter der Holsteintunnel mit einer Länge von 1653 Metern. Auch der längste Tunnel in Hessen, der Tunnel Hirschhagen, mit einer Länge von 4187 Metern, gefolgt vom Tunnel Boyneburg (1714 Meter) und dem Tunnel Neuhof (1610 Meter), wird durch die Außenstelle Fulda betrieblich betreut. Nach der Fertigstellung der A44 sind liegen 13 Tunnel in der Zuständigkeit der Außenstelle Fulda.
