Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen blieb im Dezember auf dem Niveau des Vormonats. Die Zahl der Arbeitslosen liegt mit 7103 um 28 niedriger als im November, die Arbeitslosenquote beträgt 3,6 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent; Vorjahr: 3,6 Prozent) und liegt somit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 5,5 Prozent. Dengler führt diese ungewöhnliche Entwicklung vor allem auf die relativ milde Witterung zurück: „Der Winter lässt auf sich warten, in den Außenberufen konnte weitergearbeitet werden.“
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda um 3,4 Prozent an. Das stärkste Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der 15- bis 20-Jährigen mit einem Anstieg 42,9 Prozent auf 293 auf. Besonders vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen waren auch Männer mit einem Anstieg von 6,3 Prozent auf 3924 sowie langzeitarbeitslose Menschen mit einem Anstieg von 11,6 Prozent. Derzeit sind 2506 Frauen und Männer seit über einem Jahr arbeitslos gemeldet.
Arbeitsmarkt bleibt aufnahmefähig:
Trotz der sich abschwächenden Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region aufnahmefähig. Die Unternehmen stellen weiterhin Mitarbeitende ein: 431 Personen konnten im Dezember ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Aktuell liegen dem Arbeitgeberservice 2345 Stellen zur Besetzung vor.
Unternehmen nutzen Kurzarbeit:
Infolge der sich verschlechternden Wirtschaftslage nutzen die Unternehmen in der Region das Instrument der Kurzarbeit zur Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen. Im Agenturbezirk haben im Dezember 14 Betriebe für 674 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.
