Fußball 23.01.2025

A-Liga – SG Haselbach ist eine Einheit – Geheimwaffe neben dem Platz

Großenbach (jk) – Ein halbes Jahr ist mittlerweile bei der SG Haselbach nach der Zusammenführung der Vereine Großenbach, Roßbach und Kirchhasel zu einer Fußballmannschaft vergangen. Die beiden Trainer Dominik und Joachim Weber führen die neue SGH an und überwintern nach den ersten 16 Spielen mit 31 Punkten auf dem vierten Tabellenrang der A-Liga Hünfeld/Hersfeld. Große Herausforderungen nach der Bildung der Spielgemeinschaft blieben bisher aus, sowohl auf dem Feld als auch kürzlich in der Halle war die SGH erfolgreich.

Coach Joachim Weber. Foto: Christine Görlich.

Im Dezember 2023 wurde die neue Spielgemeinschaf aus den drei Vereinen Großenbach, Roßbach und Kirchhasel beschlossen. In Folge dessen wurden Joachim und Dominik Weber, die zwar nicht verwandt, dafür aber Trauzeugen sind, als Trainergespann vorgestellt. Das erste halbe Jahr als neue Spielgemeinschaft ist vorbei und Joachim Weber blickt auf eine gute Zusammenarbeit aller Verantwortlichen zurück. Zur Zusammenführung erwarteten die Vereine einige Herausforderungen, die zu bewältigen galt. Diese blieben allerdings aus. „Wir dachten, es gäbe große Herausforderungen. Aber die gab es kaum“, erläutert Weber.

Ein Grund für den reibungslosen Übergang in die gemeinsame SG Haselbach sei die Bekanntschaft untereinander. Sowohl Vereinsverantwortliche als auch die Spieler kannten sich vor der Zusammenführung bereits aus etlichen Derbys im Hünfelder Land. „Die Jungs kennen sich aus den Nachbarschaftsvereinen und aus ihrer gemeinsamen Jugendzeit“, berichtet der Coach. Daher konnet auf eine Kennlernphase verzichtetet werden.

Die Entwicklung der Mannschaft schätzt Weber sehr hoch ein. Die drei Vereine befanden sich entweder im Tabellenmittelfeld oder kämpften um die unteren Tabellenplätze der A-Liga. Daher sei der Anspruch nicht ganz hoch gewesen, anders als beim Trainerduo: „Dominik und ich haben einen höheren Anspruch, alleine aufgrund unserer Vergangenheit“, erklärt Joachim, der zuvor die Zweitvertretung des SV Steinbach trainierte. Dominik Weber war bekanntlich einst Coach des Hünfelder SV. So konzentrierte sich das Weber-Duo insbesondere darauf, die Spieler für mehr zu begeistern. „Sie sollten zu einer Gewinnermannschaft werden und sich nicht mit Unentschieden zufriedengeben, sondern auf Siege gehen“. Dies ist mit dem vierten Tabellenrang und 31 Punkten bisher gelungen. Besonders bei den gewonnenen Topspielen, wie beispielsweise gegen Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain (5:2) oder Großentaft (2:1), sei dies zu erkennen gewesen. „Die Jungs sind gierig und haben Lust zu gewinnen“.

Neben dem sportlichen Erfolg wurden unter anderem auch die Kapitänsfrage und das Bilden eines Mannschaftsrates in den Mittelpunkt gestellt. In Zukunft erhoffe sich Weber noch, einen Spieler im Kader zu erkennen, der auch in kritischen Momenten die Mannschaft erreicht und das Wort erhebt. „Wir brauchen jemanden, der das Heft in die Hand nimmt und vorangeht“.

An Neuzugänge ist beim bis zu 20 Mann großen SGH-Kader momentan aber nicht zu denken. In der Hinrunde verletzten sich während des Spielbetriebes einige Stammspieler, sodass öfters auf Spieler der Reservemannschaft zurückgegriffen werden musste. Die Verletzten kommen aber nach und nach während der Vorbereitung wieder zurück. „Wir haben den Kader zusammen und bauen eher darauf, dass die Jungs zurückkommen“, so Weber.

Ein weiteres Geheimnis für den Erfolg könnte auch Obmann Simon Mehl sein, der sich um alles rund um den Fußball kümmert. „Er organisiert es herausragend gut. Er bereitet die Trikots für die Jungs vor, pumpt die Bälle auf, legt Leibchen und Hütchen für uns raus“, lobt Weber und fügt noch an. „Es ist Wahnsinn, was er für eine Zeit investiert. Das hat Hessenliga-Niveau“. Die Trainer, die kürzlich verlängert haben, müssen es ja wissen.