Der Tag begann durchaus vielversprechend für die Borussen. Im ersten Gruppenspiel gegen den Kasseler FV zeigte die Mannschaft, dass sie in der Halle durchaus bestehen kann. Mit einem knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg sicherte sie sich die ersten drei Punkte und ließ auf mehr hoffen. Doch schon in der zweiten Begegnung wurde deutlich, dass der Titelverteidiger Probleme hatte, die Intensität zu halten. Gegen den Lichtenauer FV setzte es eine 1:3-Niederlage. Die Laufbereitschaft und Konzentration ließen nach, was angesichts des kleinen Kaders nicht verwunderlich war. Lediglich ein Auswechselspieler stand zur Verfügung. „Wir sind ziemlich ausgedünnt nach Bad Emstal gefahren. Wir hatten leider kaum Möglichkeiten. Gerade in der Halle ist das hart“, erklärte Kevin Schüler aus dem Trainerteam der Borussen. Der Übungsleiter musste sich sogar selbst einwechseln: „Und das, obwohl die Halle verletzungsbedingt Gift für mich ist.“
Die Entscheidung über das Weiterkommen fiel dann im letzten Gruppenspiel gegen den AFC Kassel. Doch anstatt noch einmal alles zu mobilisieren, brachen die Borussen regelrecht ein. Mit 1:5 unterlagen sie deutlich und verabschiedeten sich chancenlos aus dem Turnier. „Wir sind da auf die beste Mannschaft des Turniers gestoßen“, lobte der Coach: „Das Niveau war aber auch insgesamt sehr gut.“ Ein weiterer Faktor für das frühe Ausscheiden war die Doppelbelastung an diesem Wochenende. Parallel zum Bad Emstal-Cup nahm Borussia Fulda auch am Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier in Fulda teil. Das Team qualifizierte sich sogar für die Endrunde am Samstag – zog aber aufgrund des Turniers in Sand zurück: „Das tut uns sehr leid, aber als Titelverteidiger mit dem Wanderpokal waren uns irgendwo auch die Hände gebunden. Auch nächstes Jahr nehmen wir gerne wieder an beiden Turnieren teil.“
Borussia: Andrei-Manuel Boureanu, Maurice Barkemeyer, Jens Thiele, Benjamin Danne, Amer Aljaed, Peter John, Amine Chaala.
