„Es ist sicherlich nicht einfach für Großenlüder, sich in finanziell schwierigen Zeiten dafür auszusprechen, der Nachbarkommune Geld zu schenken“, äußert sich Hosenfelds Bürgermeister Peter Malolepszy bei der Übergabe des Förderbescheids durch Bürgermeister Florian Fritzsch und ergänzt: „Uns ist dies sehr wohl bewusst. Umso höher ist die Anerkennung für diese finanzielle Unterstützung einzustufen. Aber es ist Geld, das gut angelegt ist für die Kinder und Familien in Großenlüder, die unser Bad schon seit Jahrzehnten nutzen und schätzen.“
Diese Einschätzung bestätigt auch Bürgermeister Fritzsch: „Die Fähigkeit zu schwimmen, ist ein Grundbedürfnis der Gesellschaft und kann, zum Beispiel bei Urlaub am See oder Meer, überlebenswichtig sein. Da wir selbst kein Schwimmbad haben und auch unser Nachbarort Bad Salzschlirf Bad und Therme geschlossen hat, sind wir sehr froh, dass Hosenfeld sich dazu entschlossen hatte, sein Freibad zu sanieren und weiter zu betreiben. Davon profitieren auch die Menschen in der Gemeinde Großenlüder.“
Deshalb hatte Fritzsch den seinerzeit schriftlich eingereichten Antrag der Gemeinde Hosenfeld unterstützt und konnte letztlich auch die Entscheidungsgremien überzeugen, einen finanziellen Zuschuss zu gewähren. „Die Unterstützung der Gemeinde Hosenfeld unterstreicht zudem das Engagement für die regionale Zusammenarbeit“, zeigt sich Großenlüders Bürgermeister zudem überzeugt. Laut Malolepszy können Frei- und Hallenbäder nicht verlustfrei betrieben werden. „Wir müssten das zigfache der jetzigen Eintrittsgebühren fordern, wenn wir das Schwimmbad-Defizit ausgleichen wollten, das sich auf etwa 100.000 Euro jährlich beläuft. Das ist den Nutzern, meist Familien, nicht zuzumuten“, bekräftigt Hosenfelds Rathauschef. Ziel der Gemeinde Großenlüder ist die dauerhafte finanzielle Unterstützung des Hosenfelder Waldschwimmbads. „Dies ist jedoch von der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde abhängig und muss jedes Jahr neu geprüft werden“, schränkt Fritzsch ein.
