Lokales FD 07.02.2025

Zukunft der Marktgemeinde Eiterfeld – Jahresempfang im Bürgerhaus

Eiterfeld (fp) – Der diesjährige Jahresempfang der Gemeinde Eiterfeld stand am Donnerstagabend unter dem Motto „Mut, Chance, Bewegung – die Zukunft aktiv gestalten“ und lockte zahlreiche prominente Gäste aus der regionalen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ins Bürgerhaus in Eiterfeld. Bürgermeisterin Dana Hauke und drei Referenten sprachen über die Zukunft der Gemeinde, die schwere wirtschaftliche Lage und mögliche Lösungen.

Von links: Michael Konow, Christoph Burkard, Michael Brand, Dana Hauke, Marlene Most und Markus Vogt. Foto: Felix Pillat

Der große Saal im Bürgerhaus war gut gefüllt. An den vielen runden Tischen saßen Menschen, die sich über die Zukunft der Gemeinde informieren wollten. Zu diesen zählten auch Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, und der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU).

„Als ihre neue Bürgermeisterin freue ich mich sie alle zu unserem Jahresempfang begrüßen zu dürfen“, begann Bürgermeisterin Hauke ihre Rede und fügte hinzu: „Sie alle sind es, die unsere Marktgemeinde lebendig und zu etwas ganz Besonderem machen.“ Sie resümierte über die erfolgreichen Projekte der vergangenen sechs Monate, machte aber auch klar, dass in 2025 viele Herausforderungen auf Eiterfeld zukämen. Drei zentrale Punkte habe sie sich vorgenommen: Die Verbesserung der Infrastruktur, eine solide Haushaltsführung und die gezielte Investition in zukunftsorientierte Projekte wie Digitalisierung, Gemeinschaftsförderung und wirtschaftliche Entwicklung, so Hauke: „Die Verbindung von soliden Finanzen und aktiver Zukunftsgestaltung ist der Schlüssel zum Erfolg unserer Marktgemeinde.“

Den ersten Fachvortrag hielt Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda, zum namensgebenden Thema des Abends „Mut, Chance, Bewegung – die Zukunft aktiv gestalten“. Vor dem Hintergrund der „vier D“ der Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft (Decarbonisierung, Digitalisierung, Deglobalisierung und demografischer Wandel) versuchte er in seinem Vortrag Lösungen für die Probleme zu finden. So riet er beispielsweise zur Schaffung regionaler Wertschöpfungsketten, sowohl in den Bereichen Handwerk und Industrie als auch im Bereich Fachkräfte: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Leute hier bleiben“, mahnte er. Weiter sprach er sich für mehr Förderung regionaler Unternehmen, Schaffung dezentraler Energieversorgung, aber auch zu mehr Optimismus und positivem Denken in der Wirtschaft aus. Abschließend betonte er, dass die Probleme in der Wirtschaft nur bewältigt werden könnten, „wenn wir alle an einem Strang ziehen.“ Er bleibt aber optimistisch: „Ich bin zuversichtlich und wir werden das alle gemeinsam meistern.“

Im zweiten Vortrag stellten Markus Vogt und Marlene Most vom Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt des Landkreises Fulda, das „Regionalprojekt“ des Kreisjobcenters vor. Damit sollen wohnortnahe Beschäftigungsverhältnisse durch gezielte Förderung und Weiterbildung von regionalen Fachkräften geschaffen werden. Gerade in Eiterfeld sei dies vielversprechend, führte Vogt an: „Eiterfeld ist sowohl als Arbeits- als auch Wohnort sehr beliebt.“ Dies gehe aus Zahlen des Kreisjobcenters hervor, die zeigten, dass immer mehr Menschen, die in Eiterfeld leben, auch dort arbeiten. Seine Kollegin Marlene Most fügte hinzu: „Wir freuen uns, dieses Regionalprojekt gemeinsam mit Ihnen durchführen zu können.“

Nach dem offiziellen Teil bestand für die Anwesenden, die Möglichkeit, bei Snacks vom Buffet zu netzwerken und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Streichensemble der Eiterfelder Lichtbergschule unter der Leitung von Michaele Schoeler.

Jahresempfang der Gemeinde Eiterfeld. Fotos: Felix Pillat