„Unsere Mannschaft sieht solide aus“, ist Saints-Manager Frank Schreiner erstmal zufrieden damit, was sich im Kader nach dem Aufstieg personell getan hat – oder noch tut. Im Winter konnten die Fuldaer einige Rookies über das Try-Out für sich gewinnen, die „gutes Potenzial“ mitbringen würden. Dazu konnte der allergrößte Teil der Mannschaft zusammengehalten werden, einige Veteranen sind weiterhin an Bord und machen das Abenteuer Regionalliga mit. Gespickt wird das Team auch in der Regionalliga wieder mit ausländischer Erfahrung: „Wir werden auf internationale Unterstützung bauen können“, sagt Schreiner, hat aber noch nichts Spruchreifes zu verkünden: „Die Verhandlungen laufen“.
Von den US-Imports aus dem Vorjahr zumindest ist einer weg: Wide Receiver Nicolas Hayes ist zu den Regensburg Phoenix in die GFL gewechselt – auch ein Lob für die Fuldaer, die den Passempfänger regelmäßig bedienten, der dadurch gutes Videomaterial von sich produzieren konnte. Running Back Malik White wiederum sei noch in Gesprächen mit den Fuldaer, womöglich werde es aber auch auf neue Gesichter hinauslaufen, gibt Schreiner an.
Derweil ist die Einteilung der Regionalliga Mitte für die neue Saison fix: In der Ost-Staffel spielen die Fulda Saints mit den Kassel Titans, den Marburg Mercenaries und den Bad Homburg Sentinels. Gegen diese drei Teams spielen die Fuldaer jeweils einmal zuhause und einmal auswärts. In der anderen Staffel der Regionalliga Mitte tummeln sich die Mainz Golden Eagles, Rüsselsheim Crusaders, Pirmasens Praetorians und die Kaiserslautern Pikes, die jeweils einmal gegen Fulda spielen. Macht zehn Saisonspiele ab Mai – fünf zuhause, fünf auswärts.
Ein Heimspiel wird auch wieder im Stadion in der Johannisau stattfinden, wo die Saints vergangenes Jahr schon gut 1500 Zuschauer begeistert hatten. Im Juni soll das Stadion-Event steigen, ein genauer Termin und der Gegner werden noch bekanntgegeben. So wie das Stadion, stellt die Stadt Fulda den Saints auch Trainingszeiten am Kunstrasen nebenan zur Verfügung, worüber Schreiner sich dankbar zeigt. So wurde früh im Winter schon begonnen, draußen zu trainieren.
Die Konkurrenz rüstet auf
Die Erwartungshaltung der Saints ist dabei klar: „Wir wollen um den Klassenerhalt spielen“, sagt Schreiner, worum es einzig geht. Dabei sind einige Gegner schon bekannt aus Oberliga-Zeiten oder Vorbereitungsspielen. Kassel als Partner in der Jugendarbeit sticht dabei heraus. „Es wird von beiden Seiten positiv empfunden, dass beide bei den Herren jetzt Regionalliga-Gegner sind“, so Schreiner. Der härteste Gegner könnte wohl Marburg als letztjähriger Vizemeister, der hinter GFL2-Aufsteiger Wiesbaden landete, sein. Aber auch Bad Homburg meldet Ansprüche an: Die Sentinels verpflichteten kürzlich Nationalspieler Hendrik Schwarz auf Wide Receiver.
„Wir werden sehen, was auf uns zukommt“, sagt Schreiner. Doch klar ist auch, dass es für einige Fuldaer besondere Duelle geben wird: So spielten Danijel Katusic, Alexander Wenzel oder Marius Rudolph mal für Marburg, Paul Loos oder Matek Juks standen einst für Bad Homburg auf dem Feld. Die Mission Klassenerhalt, das ist allen klar, wird jedoch eine knifflige: „Der Sprung von Oberliga zu Regionalliga ist riesengroß, das wird eine Herausforderung“.
Altbewährtes Trainerteam, punktuelle Verstärkungen
Das Trainerteam bleibt in der altbewährten Konstellation bestehen: Head Coach Danijel Katusic wird unterstützt von Offensive Coordinator Jonas Heck und Defensiv Coordinator Alex Wenzel. Hinzu kommen allerdings Neulinge, die für die Positionsgruppen Running Back, Tight End und Defensive Line zuständig sind. „Sie bringen Erfahrung mit und machen einen guten Job“, lobt Schreiner, der die Fühler aber auch schon weiter ausstreckt: „Natürlich wollen wir uns in der Regionalliga etablieren und haben den Traum, irgendwann noch höherklassiger zu spielen. Aber das ist ein Projekt für die nächsten Jahre“. In 2025 geht es schlichtweg erstmal darum, sich in der Klasse zu akklimatisieren und sie zu halten.
Übrigens: Im Jugendbereich stellen die Saints in Zusammenarbeit mit Kassel auch zwei Teams in der neuen Saison: Die U19 spielt in der Jugendoberliga, ebenso die U16.
Spiele der Fulda Saints – Regionalliga Mitte 2025
Samstag, 10. Mai: Kassel – Fulda
Sonntag, 25. Mai: Marburg – Fulda
Samstag, 7. Juni: Fulda – Kassel
Sonntag, 15. Juni: Mainz – Fulda
Samstag, 21. Juni: Fulda – Marburg
Samstag, 28. Juni: Kaiserslautern – Fulda
Sonntag, 13. Juli: Bad Homburg – Fulda
Samstag, 19. Juli: Fulda – Pirmasens
Samstag, 2. August: Fulda – Bad Homburg
Samstag, 30. August: Fulda – Rüsselsheim
