Mitte Februar noch einen Neujahrsempfang: „Und es ist nicht einmal mein letzter“, lachte die FDP-Bundestagsabgeordnete Bettina Stark-Watzinger am Samstagnachmittag im Cafe Thiele. Zusammen mit dem Direktkandidaten für den Wahlkreis Fulda, Phillip Kratzer, und dem Landtagsabgeordneten Mario Klotzsche besprach sie aktuelle politische Thematiken wie Sicherheit, Migration, Wirtschaft, das aktuelle Weltgeschehen und die anstehende Bundestagswahl. „Wir sind das Land der verpassten Chancen. Wir haben die Ampel-Koalition verlassen, um dem Land eine neue Chance zu geben“, erklärte Kratzer. Das Ruder müsse nun rumgerissen werden und Deutschland müsse wieder auf Chancen-Kurs gehen. „Wir brauchen die Stimme der Freiheit im Bundestag, denn die anderen Parteien werden diese Freiheit nicht verteidigen“, so Kratzer. „Die Zukunft unseres Lands sitzt in unseren Klassenzimmern“, als ehemalige Bildungsministerin sprach Stark-Watzinger über die Wichtigkeit von Fortschritt bei der Bildung, aber auch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Perspektiven für die Wirtschaft, „Nun müssen wir nicht Worte, sondern Taten sprechen lassen. Wir brauchen Mut zum Fortschritt.“
Auf dem Uniplatz waren wie bereits vergangene Woche wieder die Wahlkampfstände von CDU, Grünen, Linken, Volt, FDP, SPD, AfD und Freien Wählern aufgebaut. Der aktuelle Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand von der CDU war ebenso vor Ort, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. „Es gibt viel Unterstützung und großes Interesse, aber es gibt auch noch viele unentschlossene Menschen“, erzählte Brand. Die Themen, welche die Menschen dabei besonders bewegen seien Wirtschaft, illegale Migration und Energie. „Ich versuche die Menschen zu überzeugen, dass Politik etwas ändern kann und das alles zu ändern ist“, erklärte der 51-Jährige. In Deutschland gebe es einige große Herausforderungen, aber die CDU könne diese bewältigen.
„Ist unsere Demokratie in Gefahr?“ – stand es am bei der überparteilichen Veranstaltung des Rundes Tisches der Akteure der politischen Bildung in Osthessen mit dem Titel „Mitreden und Mitgestalten“ zur Abstimmung. Dabei hatten die meisten Passaten Bälle in die „Ja“-Urne gelegt. „Es ist eben unser Ziel Demokratie zu fördern und mit Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagte Matthias Feuerstein von der Akademie Burg Fürsteneck. Dafür lag am Borgiasplatz eine Vielzahl von Bildungsmaterial von Bund und Land aus, welches Interessierte sich anschauen konnten. „Die Resonanz ist sehr gut. Wir merken, dass es sehr vorteilhaft ist sich in den öffentlichen Raum zu stellen. Die Gespräche sind unterschiedlich, aber es ist wichtig, dass wir überhaupt weiterhin miteinander sprechen“, betonte Anna-Lena Kökgiran von der Partnerschaft für Demokratie Fulda. Das Stimmungsbild sei allgemein sehr vielfältig, denn es gebe sowohl verunsicherte als auch meinungsstarke Menschen sowie jene, die Demokratie als Ganzes ablehnen.
