Auf der Grundlage der umfangreichen und systematischen Bestandsanalysen soll eine Planung zu den gegenwärtigen und prognostizierten Wärmebedarfen für Wohngebäude und Betriebe entwickelt werden. Dabei wird auch die vorhandene Netzinfrastruktur untersucht. Außerdem sollen Potenziale zur Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien und Möglichkeiten zur Nutzung von Prozesswärme von Betrieben für die Beheizung von Häusern überprüft werden. Eine Rolle spielen dabei auch mögliche Fernwärmeversorgungsinfrastrukturen, so wie sie jetzt bereits für das große Siedlungsgebiet am Molzbacher Berg zwischen Hünfeld, Molzbach und Mackenzell entwickelt wurden. Dort sollen in den kommenden Jahren bis zu 180 zusätzliche neue Wohneinheiten entstehen, um den wachsenden Bedarf Rechnung zu tragen. Die Beheizung ist mit einem Fernwärmenetz mit zentralem Heizkraftwerk vorgesehen.
Die kommunale Wärmeplanung wird auch für private Haus und Grundstückseigentümer Möglichkeiten und Potenziale aufzeigen, die als Grundlage für die Entscheidung über eine zukünftige Energieversorgung für die Wärmeversorgung Potentiale aufzeigen soll. Auch der Politik und dem örtlichen Versorgungsunternehmen Stadtwerke Hünfeld soll diese Wärmeplanung Entscheidungshilfen auf der Grundlage der detailliert erhobenen Daten und Rahmenbedingungen liefern.
Doch zunächst ist zur Aufstellung dieses Wärmeplans eine umfangreiche Datenerhebung und Analyse erforderlich, die mit Begleitung einer Lenkungsgruppe mit Vertretern der Stadt Hünfeld, der Stadtwerke Hünfeld und wissenschaftlichen Mitarbeitern des beauftragten Büros erstellt werden soll. Im nächsten Schritt sollen dann Bürger der Stadt Hünfeld über das Gesamtprojekt informiert werden. Dies soll bei der jährlichen Bürgerversammlung im März erfolgen, kündigt Bürgermeister Tschesnok an.
