Der Demozug begann am Bahnhofsvorplatz. Fulda-stellt-sich-quer-Mitglied Emily Rödel eröffnete die Veranstaltung: „Heute sind wir hier, um zu zeigen, dass unsere Gesellschaft bunt ist. Wir alle machen Deutschland aus, denn wir sind Deutschland.“ Sie forderte die Versammelten auf, laut zu sein und für Liebe und Demokratie einzustehen. Daraufhin hielt Frauke Goldbach vom Jugendbündnis gegen Rechtsextremismus eine Rede, in welcher sie die Angst vor der aktuellen politischen Situation und vor der Bundestagswahl ansprach. „Mir macht es Angst, zu wissen, dass es vielen keine Angst macht und dass da Leute sind, die sich zurücklehnen und sagen, die Welt hat schon schlimmeres gesehen.“ Darüber hinaus thematisierte sie Femizide, Krieg und Umweltschutz. „Es ist okay Angst zu haben, es ist okay, frustriert, wütend und traurig zu sein, doch wir müssen es zum Positiven wandeln“, beendete sie ihre Rede.
Die Demonstrierenden liefen daraufhin mit Musik und Plakaten durch die Innenstadt, skandierten eine Vielzahl von Sprüchen wie „Alerta, Alerta, Antifascista“ und sangen „Wehrt euch. Leistet Wiederstand gegen den Faschismus hier im Land. Haltet fest zusammen“. Mit dabei waren auch eine Vielzahl von lokalen Organisationen wie die Seebrücke Fulda und Parteien wie Volt, die SPD-Jugendorganisation Jusos und Die Linke. Vor dem Stadtschloss und vor der Stadtpfarrkirche wurden im Laufe des Protests weitere Reden gehalten. Die Demo, welche vom CSD Fulda organisiert wurde, verlief dabei durchgängig friedlich.
