Eichenzells Trainer Romeo Andrijasevic lässt sich durch die vergangenen Wochen nicht blenden: „Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, dass der Winter immer schwierig ist. Das war ja bei allen so. Auch das erste Punktspiel ist immer schwer“. Vergessen sind die Ergebnisse aus der Vorbereitung, die nichts mehr zählen - und die bei Eichenzell, vor allem aber auch bei Gegner Aulatal arg durchwachsen waren. „Das hat aber überhaupt nichts zu heißen“, betont Andrijasevic mit Blick auf die vielen Niederlagen der SGA, auch gegen klassentiefere Gegner: „In der Vorbereitung wird eben viel getestet und probiert, selten gehst du 90 Minuten über das Maximum“.
Die Drucksituation sei allen bewusst, so der Britannia-Coach: Die Eichenzeller stehen am Rande der Abstiegszone, alle Szenarien scheinen zu Beginn der Restrunde möglich. Für die SG Aulatal gilt es, zu hoffen, dass es möglichst wenige Direktabsteiger gibt. Doch in Oberaula ist man realistisch, wie Trainer Martin Friedrich schon zu Beginn der Wintervorbereitung klargemacht hatte. „Jeder muss und soll sich bewusst sein, um was es geht“, so Andrijasevic, der zumindest wieder einige grippekranke Akteure zurückerwarten kann. Doch Danu Bojii wird noch verletzt fehlen, und wohl noch schwerer wiegt der Ausfall von Tim Ströder: Der Kapitän fehlt noch gesperrt. „Das ist ein herber Verlust für uns“, so der Coach. Gespielt werde auf jeden Fall am Eichenzeller Kunstrasen, ergänzt Andrijasevic.
Wer ersetzt Brunner?
Punktetechnisch hat die SG Eiterfeld/Leimbach drei Zähler Vorsprung auf Eichenzell, will aber ebenso schnellstmöglich in Richtung obere Tabellenhälfte klettern. „Wichtig ist, gut zu starten, um auch ein bisschen Ruhe reinzukriegen“, weiß Andreas Herzberg, der zwar schon etliche Wintervorbereitungen geleitet hat, aber am Hain immer noch neu ist: „Logischerweise weiß ich nicht wirklich, wo wir stehen. Wir mussten uns erst richtig kennenlernen, das ist in vier Wochen nicht getan. Wir haben unsere Erkenntnisse aus den Testspielen, aber einordnen kann man das nicht wirklich“. Auf andere schaut er überhaupt nicht, wichtig sei lediglich das eigene Spiel: „Wir wollen das gegenseitige Vertrauen weiter aufbauen“, sagt er, und hofft, dass sein Team in einer Sache da weitermachen kann, wo es in der Hinrunde aufgehört hat: Denn zumindest zuhause stimmten die Ergebnisse fast immer. „Aber alles vergossene Milch, wenn wir jetzt verlieren“, so Herzberg vor dem Kunstrasen-Duell am Samstag (16 Uhr) mit der SG Klei/Hun/Doh. Personell fehlen den Eiterfeldern nach wie vor Eric Behr und Yannik Hilpert, dazu hat Torhüter Fabian Brunner das Team aus beruflichen Gründen in Richtung Mainz verlassen. Mit Janis Mellen, Elias Budenz und Alexander van Giersbergen hat Herzberg drei Keeper zur Auswahl und sagt: „Da werde ich mir noch ein Bild machen“.
Ebenfalls am Samstag, schon um 14 Uhr, ist auch die SG Bronnzell zuhause im Einsatz, die es gegen den Lichtenauer FV auf dem Rasen in der Heppeau versuchen will. Die Viktoria steckt noch tiefer im Schlamassel als Eichenzell, Neuhof oder Flieden und muss direkt anfangen, den Anschluss wiederherzustellen. Um 15.30 Uhr gastiert zudem noch die SG Barockstadt U23 in Vellmar, während der SV Neuhof als einziger hiesiger Club am Sonntag (15 Uhr) beim direkten Konkurrenten und der punktgleichen TSG Sandershausen spielt (am Kunstrasen Heiligenrode). Schon am Freitag um 19 Uhr eröffnen Flieden und Bad Soden im Derby (wir berichteten in einer separaten Vorschau).
Verbandsliga
Freitag
19 Uhr
Flieden – Bad Soden
Samstag
14 Uhr
Bronnzell – Lichtenauer FV
15 Uhr
Eichenzell – Aulatal
15.30 Uhr
Vellmar – Barockstadt Fulda-Lehnerz II
16 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (in Eiterfeld)
Sonntag
13 Uhr
CSC Kassel – TSV Wabern
15 Uhr
Sandershausen – Neuhof (in Heiligenrode)
Hessen Kassel II – Hombressen/Udenhausen
