Bei der Wahl dürfe jeder Mensch unter 18 Jahren unabhängig von der Staatsbürgerschaft teilnehmen, erklärt Stadt-Pressesprecher Johannes Heller: „Es gibt keine Altersuntergrenze, sodass auch sehr junge Kinder teilnehmen können.“ Der Ablauf gestalte sich hierbei ähnlich wie bei der „regulären“ Bundestagswahl, so Heller: „Die Wählerinnen und Wähler besuchen das Wahllokal und bekommen dort einen Stimmzettel ausgehändigt. Mit diesem Stimmzettel können sie ihre Stimme anonym abgeben.“ Ausweisen müssten sie sich aber dabei nicht, denn es würde kein Wählerverzeichnis geführt, fügt er an.
Aufgrund der terminlichen Lage durch die vorgezogenen Bundestagswahlen im Februar, werden dieses Mal auch die U18-Wahlen etwas anders ausfallen. Während 2021 noch ein Stand auf dem Uniplatz aufgebaut wurde, werde die Veranstaltung in diesem Jahr verstärkt über die Schulen organisiert, betont der Pressesprecher: „Das Jugendforum stellt hierfür Materialien wie Wahlkabine, Stimmzettel und so weiter zur Verfügung und unterstützt bei der Durchführung der Wahl. Die Informationen und Materialien werden dabei vom Hessischen Jugendring bezogen.“
Als Mittel für politische Bildung habe die U18-Wahl einen hohen Stellenwert in der Barockstadt, hebt Heller hervor: „Sie ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, sich aktiv mit politischen Prozessen auseinanderzusetzen und erste Erfahrungen mit Wahlen zu sammeln. Durch die Teilnahme werden demokratische Werte vermittelt und das Interesse an politischer Mitbestimmung gefördert.“ Außerdem könnten dadurch die politischen Anliegen junger Menschen in den Vordergrund gerückt und beleuchtet werden, fügt er an: „Die Ergebnisse der U18-Wahl bieten Einblicke in die Meinungen und Wünsche der Jugendlichen.“ Abschließend fasst er zusammen: „Insgesamt trägt die U18-Wahl dazu bei, das politische Bewusstsein zu stärken und junge Menschen frühzeitig für demokratische Prozesse zu sensibilisieren.“
