„Ich war sehr zufrieden“, blickte Fliedens Trainer Christian Kreß direkt nach Abpfiff auf den Test gegen den höherklassigen SV Steinbach, dem seine Buchonen alles abverlangt hatten: „Wir hatten gute Ballaktionen und viel Tempo im Spiel, der Spielaufbau war gut und wir haben uns gut bewegt“. Nur die Anfangsphase verschlief Flieden ein wenig und geriet direkt mit 0:2 in Rückstand.
Doch dass die Moral von Kreß‘ Truppe auch in Vorbereitungsspielen stimmt, war dann zu sehen: Sebastian Alles sowie die Ex-Steinbacher Homan Halimi und Pascal Manß hatten die Partie zwischenzeitlich sogar gedreht, dabei lief schon der zweite Durchgang, in dem es bei Steinbach mit einem abermals ausgedünnten Kader auch wieder zur Kraftfrage wurde. Doch der SVS hatte noch Körner und raffte sich nochmal auf, nach dem Ausgleich gelang sogar noch der 4:3-Siegtreffer für den Hessenligisten durch Doppelpacker Alin Neacsu.
„Drei Tore zu bekommen, ist natürlich zu viel“, haderte wiederum Steinbachs Trainer Petr Paliatka, anderthalb Wochen vor dem Hessenliga-Restrundenstart: „Bei mindestens zwei sind wir einfach ausgekontert worden, haben vorher Fehlpässe gespielt. Diese Dinge dürfen natürlich nicht passieren und wir müssen es auch besser verteidigen“. Der SVS kam nur schwer in sein Spiel, hatte aber trotzdem seine dominanten Phasen, wo der Ball gut lief. Am Ende hätten „beide mehr Tore schießen können“, fand Paliatka, der in erster Linie froh war, dass sich keiner verletzte und der eine oder andere langsam wieder auf den gewünschten Fitnesstand kommt.
Flieden: Fritz; Halimi, Schöppner, Banh, Barth, Bohl, Müller, Sippel, Manß, Friedrich, Alles (Klüh, Gaul, Malkmus, Zeller, Wings, Larbig).
Steinbach: Bagus; Reichmann, Hartung, T. Wiegand, Stadler, Yanez, Paliatka jr., Koch, Neacsu, Kehl, Hildenbrand (Fladung, Wittke, K. Koch, Paliatka, Brähler, Böckner).
Tore: 0:1 Alin Neacsu (8.), 0:2 Max Stadler (24.), 1:2 Sebastian Alles (43.), 2:2 Homan Halimi (45.), 3:2 Pascal Manß (55.), 3:3 Kevin Koch (82.), 3:4 Alin Neacsu (90.)
