Betroffen sind Stadtwerke, Krankenhäuser, Behindertenhilfe, Altenpflege, handwerklich-technische Beschäftigte, Beschäftigte aus allen Verwaltungsbereichen, Ver- und Entsorgungsbereiche, Kitas und Sparkassen. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Verdi Bezirks MainKinzig-Osthessen, Kerstin Röhrhoff sagt: „Wieder wurde kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber haben in den Verhandlungen keine Wertschätzung gezeigt, unsere zentralen Forderungen erneut zurückgewiesen. Aber die Belastungen der Beschäftigten wachsen, der Personalmangel nimmt zu. Dafür gebührt ihnen eine angemessene Lohnerhöhung. Das werden sie öffentlich deutlich machen.“
Die Streikenden treffen sich um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Hanau. Verdi fordert in der Tarifrunde von Bund und Kommunen 2025 ein Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert Verdi drei zusätzliche freie Tage, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen. Für mehr Zeitsouveränität und Flexibilität soll zudem ein „Meine-Zeit-Konto“ sorgen, über das Beschäftigte selbst verfügen können. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen ist vom 14. bis 16. März in Potsdam. Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf Beamt/-innen, Richter/-innen, Soldat/-innen sowie auf Versorgungsempfänger/-innen übertragen werden. Verdi führt die Tarifverhandlungen auch für GdP, GEW, IG BAU sowie mit dbb beamtenbund und tarifunion.
