Lokales FD 26.02.2025

Streik im öffentlichen Dienst – Über 500 Teilnehmer bei Demo-Zug

Fulda (pf/jk) – Vor dem Rosenmontagszug läuft der große Demo-Zug: In Fulda haben sich am Mittwoch trotz des Regenwetters über 500 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes versammelt, um für besseren Lohn zu protestieren. Vom Parkplatz in der Weimarer Straße liefen die Angestellten von Bund und Kommunen durch die Stadt. Auf dem Universitätsplatz fand im Anschluss eine Kundgebung statt, bei der Gewerkschaftsvertreter sprachen.

Fotos: Justin Klenner

Foto: Justin Klenner.

Die komba Gewerkschaft und der Deutsche Beamtenbund hatten zu dem Warnstreik aufgerufen, der sich auch in Fulda niederschlägt: Im Publikumsverkehr bei Stadt und Landkreis kann es zu Verzögerungen kommen. Auch die öffentlichen Bäder in der Stadt sind am Mittwoch geschlossen: Im Sportbad Ziehers und Stadtbad Esperanto läuft der Betrieb voraussichtlich am Donnerstag wieder. Der Gewerkschaft fehlt nach den bisher zwei Verhandlungsrunden ein konkretes Angebot von Arbeitgeberseite. „Sie wollten unsere Forderungen nochmal detailliert erklärt bekommen. Unsere Forderungen liegen ihnen aber bereits seit Monaten vor“, gab Volker Geyer, stellvertretender Bundesvorsitzender dbb und Fachvorstand Tarifpolitik, einen Einblick in die Verhandlungen. Gefordert werden die Erhöhung der Entgelte um acht Prozent (mindestens 350 Euro für eine Laufzeit von einem Jahr) sowie höhere Entgelte für  Azubis und Studierende, zusätzliche freie Tage, die Einrichtung eines „Mehr-Zeit-für-mich-Kontos“ und vieles mehr. „Durch gestiegene Lebenserhaltungskosten sind mittlere Einkommensgruppen belastet“, erklärte Geyer.

„Tarifpolitik ist Machtpolitik und wir sind nur so stark wie unsere Mitglieder“, sagte Geyer. Die Beschäftigten gingen daher auf die Straße. Sie machten mit Trillerpfeifen, Bannern und Rufen auf sich aufmerksam.  Die Redner gingen bei der abschließenden Kundgebung auf verschiedene Aspekte ein. Sabrina Krause, Erzieherin bei der Stadt Fulda und komba Mitglied, sagte: „Trotz all der Schwierigkeiten liebe ich meinen Beruf und möchte ihn bis zur Rente ausführen“. Liza-Lorena Cvecko von der komba Jugend Hessen, hob die Wichtigkeit der Auszubildenden hervor und unterstich mit Blick auf die gestiegenen Lebenserhaltungskosten, wie beispielsweise die hohen Mieten, die Forderung nach 200 Euro mehr Ausbildungsentgelt: „Wir leisten von Tag zu Tag großartige Arbeit. Wir sind die Zukunft des öffentlichen Dienstes“. Darüber hinaus sprachen Heini Schmitt, Landesvorsitzender dbb Hessen, sowie Richard Thonius, Vorsitzender komba Gewerkschaft Hessen.