In der Hessenliga ist der SV Steinbach betroffen und muss einen Punkt abgeben, was Funktionär Jürgen Wiegand bereits im November gegenüber OZ bestätigt hatte. In der Online-Tabelle bei fußball.de sind mittlerweile aber auch die anderen Punktabzüge eingerechnet: Hanau 93, Baunatal und Rot-Weiß Walldorf müssen ebenfalls einen Punkt hergeben.
In der Verbandsliga Nord, das teilte Klassenleiter Matthias Schmelz bereits in der Rundenbesprechung mit, hatte es kein Team erwischt. Dafür aber in der Gruppenliga Fulda, wo die Punktabzüge ebenfalls schon eingerechnet sind: Jeweils einen Punkt müssen Künzell und Johannesberg im oberen Mittelfeld abgeben. Zwei Punkte Abzug sind es gar bei Ehrenberg und Bebra, was einen herben Rückschlag für beide im Abstiegskampf bedeutet, sowie auch zwei Punkte bei Oberzell/Züntersbach, wodurch die SGOZ sogar die virtuelle Tabellenführung an Schlüchtern abgeben muss.
Auch die drei Kreisoberligen in Osthessen sind betroffen: In der KOL Mitte müssen FT und Borussia Fulda je einen Zähler hergeben, ebenso ein Punkt ist es bei Reulbach/Brand und Edelzell/Engelhelms. In der Süd-Staffel erwischte es Hosenfeld und Gundhelm/Hutten mit je einem Punkt, die SG Lauter im Tabellenkeller gar mit zwei. Und in der KOL Nord gibt es einen Punkt Abzug für Hohe Luft und Burghaun, zwei sind es indes bei Jossatal, Cornberg/Rockensüß und Haunetal – drei der letzten Vier der Tabelle.
Der HFV hat die Bearbeitung der Auswirkungen der Vorgaben des Schiedsrichter-Pflichtsolls der Saison 2023/24 gemäß § 26 Spielordnung (Schiedsrichter-Pflichtsoll) in Verbindung mit 16 Nr.7 Strafordnung abgeschlossen.
Schlüchterns Kreisfußballwart Dietmar Pfeiffer teilt außerdem mit, dass in seinem Kreis auch die SG Sterbfritz/Sannerz (zwei Punkte), die SG Breuings/Neuengronau, der TSV Heubach, die SG Niederzell/Schlüchterner Löwen, der TSV Weichersbach, sowie die A-Junioren des JFV Bad Soden-Salmünster, die B-Jugend der SG Weiperz als JSG Sinntal sowie die D-Jugend der SG Vollmerz als JSG Kinzigtal (je ein Punkt) betroffen sind.
Im Kreis Lauterbach/Hünfeld gibt es ebenfalls unterklassig einige „Opfer“ der Punktabzüge: In den A-Ligen Hünfeld/Hersfeld und Lauterbach/Fulda sind es Dammersbach/Nüst/Gaalbern (zwei Punkte), Haselbach, Ufhausen, Ilbeshausen/Herchenhain/Burkhards (je ein Punkt), in er B-Liga der SV Willofs (ein Punkt).
Für den Kreis Fulda sind in der A-Liga noch der Türkische SV und die SG Giesel hinzugekommen, außerdem betrifft es den SC Motten/Kothen in der Rhön-Staffel (jeweils ein Punkt). Motten muss dabei sogar auch die virtuelle Tabellenführung abgeben.
„Kurz nach Jahresbeginn 2025 wurden die Bescheide durch den HFV an die betroffenen Vereine verschickt. Dagegen wurden von den betroffenen Vereinen insgesamt 33 Widersprüche eingelegt. Das HFV-Präsidium behandelt diese Einsprüche in der vergangenen Woche. Sechs Widersprüchen wurde vollständig beziehungsweise teilweise stattgegeben, alle weiteren mussten zurückgewiesen werden oder wurden von den Vereinen selbst zurückgenommen“, teilt der HFV für das gesamte Verbandsgebiet mit, der in diesem Jahr selbst die Vereine, die von Punktabzügen betroffen sind, nicht namentlich nennen wollte – was bei den Kreisfußballwarten in der Region Fulda auf Unverständnis gestoßen war. Pfeiffer hatte die Übersicht der Punktabzüge bereits dann am Mittwochnachmittag zur Verfügung gestellt, auch Fuldas Thorsten Beck gab an, nachhaken zu wollen „weil es ja in den Tabellen ohnehin öffentlich auftauchen wird“.
Nach Abschluss dieses Verfahrens wurden die betroffenen Vereine zu Wochenbeginn informiert. Im Laufe dieser Woche – bis Freitag, 16 Uhr – werden die Punktabzüge in die Tabellen bei fussball.de eingearbeitet.
Hintergrund:
Jedes Fußballspiel sollte möglichst von einer Schiedsrichterin oder einem Schiedsrichter geleitet werden. Um die Spiele innerhalb des Hessischen Fußball-Verbandes mit Unparteiischen zu besetzen, muss jeder Verein bzw. jede SG innerhalb des HFV abhängig von selbst benötigten Spielleitungen eine bestimmte Anzahl an Spielleitungen erbringen. Kann diese Leistung nicht erbracht werden, ist daraufhin eine Geldstrafe zu leisten. Sollte der Verein / die SG in der folgenden Saison erneut zu wenige Spielleitungen erbringen, kommt zur erhöhten finanziellen Strafe zusätzlich der Punktabzug, wie der HFV erklärt.
