Lokales FD 04.02.2025

Speed-Dating zur Wahl in der Winfriedschule: Brand bei Schülern vorne

Fulda (fp) – Vertreter von sechs Parteien stellten sich am Dienstagvormittag bei einem politischen „Speed-Dating“ den kritischen Fragen von 119 Zwölftklässlern der Winfriedschule. Parteivertreter von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linke und AfD waren dazu in die Aula gekommen. Im Anschluss stimmten die Schüler in einer simulierten Wahl ab, welchen der Politiker sie am überzeugendsten fanden.

Von links: Schulleiter André Müller, Pierre Lamely (AfD), Philipp Kratzer (FDP), Michael Brand (CDU), Boris Mijatovic (Grüne), Jochen Hammerschick (SPD) und Steven Lorenz (Linke). Foto: Felix Pillat

In sechs Gruppen mit je circa 20 Schülern saßen die Oberstufenschüler in der Aula und konnten in dieser Konstellation nach und nach den einzelnen Parteivertretern ihre Fragen stellen. Alle zehn Minuten wechselten die Politiker die Gruppe und stellten sich und ihr Parteiprogramm einer neuen Gruppe von Schülern vor. Gekommen waren die Wahlkreiskandidaten Michael Brand (CDU), Philipp Kratzer (FDP), Steven Lorenz (Linke) und Pierre Lamely (AfD). Christine Fischer (SPD) und Marie-Louise Puls (Grüne) konnten aus terminlichen Gründen nicht dabei sein. Sie wurden von Jochen Hammerschick (SPD) und Boris Mijatovic (Grüne) vertreten. Das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) hatte im Vorfeld abgesagt. Die Schüler stellten den Politikern Fragen zu aktuellen Themen, wie Wirtschafts- und Asylpolitik, Fachkräftemangel, Klimawandel, Energiewende und Ukraine-Krieg. Auch über die Koalitionspläne der CDU und der scheidende Ampel-Kanzler wurde gesprochen.

Ziel der Veranstaltung sei es, den Schülern die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein detailliertes Bild von den Parteien und ihren Kandidaten zu machen, erklärte André Müller, Schulleiter der Winfriedschule. Mit Blick auf die am 23. Februar anstehende Bundestagswahl sei dies von enormer Wichtigkeit. Weiter betonte er: „Die Demokratie ist nichts, was Gott gegeben ist. Sie muss erhalten und für sie muss gekämpft werden.“ Abschließend appellierte er an die volljährigen Schüler, wählen zu gehen.

Im Anschluss an das Speed-Dating stimmten die 119 Schüler für den jeweiligen Parteivertreter, der sie am meisten überzeugt hatte. Vorne lag Michael Brand (CDU) mit 38 Stimmen vor Boris Mijatovic (Grüne) mit 31 Stimmen und Philipp Kratzer (FDP) mit 19 Stimmen. Darauf folgten Steven Lorenz (Linke) mit zehn Stimmen, Pierre Lamely (AfD) mit sieben Stimmen und Jochen Hammerschick (SPD) mit nur zwei Stimmen. Drei Schüler enthielten sich. Neun kreuzten an, dass sie keinen der Kandidaten überzeugend fanden und jemand anderen wählen würden. Organisiert und ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Fachschaft Politik und Wirtschaft der Winfriedschule.

Politisches Speed-Dating an der Winfriedschule. Fotos: Felix Pillat