osthessen-fasching.de 25.02.2025

Schutzmaßnahmen bei Romo-Umzügen verstärkt – Kosten steigen

Osthessen (as) – Sicher und fröhlich Spaß haben am Rosenmontag: In vielen Städten und Gemeinden in Osthessen sind am Rosenmontag wieder lange Straßenumzüge geplant. Damit diese ohne Vorkommnisse durchgeführt werden können, haben die Vereine in diesem Jahr die Schutzmaßnahmen noch einmal merklich verstärkt. Dies führt allerdings zu einer finanziellen Belastung, welche teilweise ohne Spenden nicht zu stemmen sei.

Archivfoto: Ralph Görlich

Die FKG hatte im Zuge von Anschlägen und Angriffen wie zuletzt in Magdeburg und Aschaffenburg bereits angekündigt, das Sicherheitskonzept noch einmal anzupassen. Vom Feiern wollen sich die Foaset-Begeisterten nicht abhalten lassen. Die Kosten für den Rosenmontagsumzug in Fulda seien in den vergangenen Jahren allgemein gestiegen, stellt FKG-Präsident Oliver Weißenberger fest. Unter anderem müssten Gema-Kosten, Absperrungen oder Haftpflicht-Versicherungen gezahlt werden. Gleiches gelte für die Organisation der ToiToi-Häuschen. Ebenso komme die FKG für den Einsatz von Polizei und Rettungskräften auf. „Ohne Romo-Spendenaktion wäre das nicht finanzierbar“, macht Weißenberger deutlich. Er bedankt sich bei der Stadt Fulda, welche eine wichtige Unterstützung bei der Durchführung sei. Nur wenige Tage vor dem Umzug sei eine freudige Anspannung spürbar: „Es ist das größte Ereignis in Osthessen.“ Die Organisation sei keine leichte Aufgabe, lohne sich aber, findet der FKG-Präsident: „Ich hoffe, dass alles friedlich abläuft.“

Rund 25 Wägen und 30 Laufgruppen haben sich in diesem Jahr für den beliebten Romo-Umzug in Eiterfeld angemeldet. Wie der Zugleiter Michael Rehberg berichtet, sei das Sicherheitskonzept zusammen mit Ordnungsamt, Polizei und anderen Vertretern bereits besprochen wurden: „Wir sind alles nochmal durchgegangen.“ Dabei habe es Lob für die bisherigen Regelungen gegeben, an denen wenig optimiert werden musste. Mathias Herber, Vorsitzender des Eiterfelder Carnevalvereins, meint: „Wir sind recht gut positioniert.“ In diesem Jahr werden einige Feuerwehr-Autos an den Landesstraßen quer aufgestellt. Dadurch werde einerseits der Schutz erhöht, andererseits könnten die Straßen im Anschluss schnell freigegeben werden. „Wir haben ein besonderes Augenmerk auf die Nebenstraßen“, teilt Herber mit. Er bedankt sich bei der Feuerwehr und Polizei für ihre Hilfe, ebenso wie bei der Marktgemeinde Eiterfeld: „Die kommt uns sehr entgegen.“

Ein bunter Romo-Umzug mit rund 20 Positionen ist ebenfalls in Büchenberg geplant. Markus Roth, zweiter Vorsitzender des Karnevalsvereins im Eichenzeller Ortsteil, spricht von einem „kompakten Umzug“, welcher durch die Ortsmitte ziehen werde. Das Thema Sicherheit werde hierbei sehr ernst genommen: „Wir waren Mitte Januar bei einem Workshop der Polizei eingeladen.“ Dort seien verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Teilnehmenden während des Umzugs vorgestellt worden, etwa die Absperrung der Hauptzufahrten durch Feuerwehrfahrzeuge: „Das ist nichts neues.“ Der Verein habe sich zudem dazu entschieden, an den Seitenstraßen Betonklötze aufstellen zu lassen. Roth versichert: „Wir sind gut vorbereitet und kriegen das ganz gut hin.“ Die aktuelle Situation sei händelbar. Ob die zusätzlichen Kosten oder der Mehraufwand auch finanziell stemmbar seien, könne er nicht abschätzen: „Wir schauen uns das nach Rosenmontag final an.“ Er bedankt sich bei Feuerwehr und Polizei für die bisherige Zusammenarbeit, die „vorbildlich, konstruktiv und zielorientiert“ verlaufen sei.

Die Pressestelle der Stadt Hünfeld teilt auf Nachfrage zum Sicherheitskonzept des Romo mit: „Die Schutzmaßnahmen werden in Abstimmung mit Polizei und Veranstalter an eine mögliche Gefahrenlage angepasst. Dementsprechend gibt es in diesem Jahr zusätzliche Maßnahmen.“ Jedes Jahr gebe es im Vorfeld Gespräche, um den Zugverlauf und die möglichen Gefahrenpunkte zu analysieren und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um die Risiken zu vermindern.