Rund 50 regional und überregional bekannte Künstler haben das Lied „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“ von Bob Dylan als Inspiration für ihre Bilder, Skulpturen und Installationen genommen, 69 Werke sind dabei entstanden. 44 davon sind im Vonderau Museum zu sehen, die anderen 25 im Stadtschloss. „Das ist auch der Grund, aus dem wir uns für eine Midissage entscheiden haben“, sagte Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums, und nutzte die Gelegenheit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Im Vonderau Museum seien es schon knapp 1000 Besucher gewesen, einer davon sei sogar extra für die Ausstellung aus Berlin angereist. Wie viele Menschen die Werke im Stadtschloss bereits gesehen hätten, sei nicht abschätzbar, da auch viele Leute, die nicht deshalb ins Stadtschloss kämen, die Bilder betrachten würden. „Einige kommen dann auch ins Vonderau Museum danach“, meinte Verse.
Karl Wiegard, der die Ausstellung gemeinsam mit Hermann Diel initiiert und kuratiert hat, blickte auf die Geschichte der Bob-Dylan-Ausstellungen in Fulda zurück – es ist bereits die vierte. „Diesmal sind wir einen anderen Weg gegangen“, berichtete er. Statt dem Gesamtwerk von Bob Dylan war den Künstlern diesmal ein konkretes Lied vorgegeben worden. „Hermann Diel hat damals gesagt, komm lass uns diesen Song rausnehmen, der ist sowas von aktuell“, berichtete Wiegard und ging näher auf die fünf Strophen des Liedes ein, in dem so viel Apokalypse und so viel Unterschiedliches drin seien, dass es sich nur schwer in einem Bild ausdrücken lasse. Musikalisch wurde die Midissage von Daniela Röll-Diegelmann und Addi Haas umrahmt. Unter den Gästen waren auch einige der Künstler.
Die Ausstellung im Vonderau Museum und dem Fuldaer Stadtschloss ist noch bis zum 2. März zu sehen.
