Trotz der frischen Temperaturen versammelten sich viele Vertreter der Baufirmen, die Feuerwehr Löschenrod mit dem Nachwuchs aus der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund vor dem Rohbau, um das traditionelle Richtfest zu feiern. Die neue Wache habe bei Rothmund einen ganz besonderen Stellenwert. „Das Feuerwehrhaus war eines der ersten Projekte zu meinem Amtseintritt“, erinnerte er sich zurück. Damals wie heute sei das in die Jahre gekommene Gebäude dringend sanierungsbedürftig gewesen, da es den aktuellen Standards nicht mehr genüge.
Statt die Kosten in eine Kernsanierung zu stecken, wurde im Februar 2023 schließlich der Bauantrag für eine neue Wache für die Einsatzkräfte in Löschenrod gestellt. „Ein Umbau des Feuerwehrhauses mit den neuen Standards wäre mindestens genauso teuer gewesen wie die neue Wache“, erklärte der Bürgermeister. Im Mai vergangenen Jahres rollten die ersten Bagger an, ehe im August die Grundsteinlegung gefeiert wurde. Rothmund hofft, dass die Entwicklung der Feuerwehr in Löschenrod mit der neuen Wache weitergeführt wird.
Die Einsatzabteilung besteht aus aktuell 46 Personen. In der Jugendfeuerwehr sind es 16 und in der Kinderfeuerwehr 17 Nachwuchseinsatzkräfte. „Die Feuerwehr entwickelt sich toll. Ich hoffe, dass mit dem neuen Feuerwehrhaus nochmal ein Motivationsschub für weitere Mitglieder kommt“, so der Bürgermeister. Als Abschluss sprach Zimmermannsmeister Hochrein den traditionellen Richtspruch und lud die Anwesenden zu einem lockeren Umtrunk ein. Hochrein vertrat die aus Zwickau beauftragte Zimmerei Pampelbau GmbH, „die erst am Montag abgereist und heute nicht extra für den Richtspruch anreisen wollte“, erläuterte Rothmund, der sich über den Ersatz freute.
Insgesamt 2,83 Millionen Euro kostet die 582,71 Quadratmeter große Wache die Gemeinde. Gefördert wird der Bau vom Land Hessen dabei mit 184.250 Euro und vom Landkreis Fulda mit 59.000 Euro. Im Erdgeschoss werden sich die Umkleiden mit Duschen, Sanierungsräume, ein sogenannter Schwarz-Weiß-Bereich sowie der Gruppenraum, Jugendraum, eine Werkstatt und Küche mit Lager sowie ein Technikraum befinden. Im Obergeschoss soll noch ein zusätzliches Lager seinen Platz finden. Die Rohbauarbeiten und die Zimmerarbeiten für den Neubau des Feuerwehrhauses sind abgeschlossen. Die Dachdeckerarbeiten seien ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Das Ziel sei es, die Wache der Löschenröder Wehr am Ende des Jahres zu übergeben.
