In den vergangenen Monaten und Jahren kam es vermehrt zu Automatensprengungen, wovon auch die VR Bank Fulda dreimal betroffen war – vor rund einem Jahr auch in Hilders. Bisher blieb es für die Bank bei Sachschäden. Um keine Menschenleben zu gefährden, werden an allen Standorten, in denen es neben den Bankfilialen auch Wohnungen im Gebäude gibt, komplett außenstehende Geldautomaten installiert. Die bisher sechs „Cubes“ mit hochfesten Betonhüllen sollen um fünf weitere ergänzt werden.
In sieben Filialen werden im Gebäude modernste Sicherheitstechniken eingebaut, wie Patrick Harnier, Bereichsleiter Servicebank bei der VR Bank Fulda, erläuterte: „Verbaute Technik macht eine Bank für Täter attraktiv oder unattraktiv. Deshalb wird auch mit einem Schild schon von außen auf die Sicherheitstechniken aufmerksam gemacht.“ Die erste Bank mit dieser neuen Technik ist die in Hilders, wo sich zur Veranschaulichung ein Bankmitarbeiter als Bankräuber verkleidet auf den Weg machte, den Alarm auszulösen. Innerhalb und außerhalb der Bank ertönten extrem laute Sirenen. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Raum vernebelt mit undurchdringlichem Rauch, wie sich die Anwesenden überzeugen konnten. Zusätzlich wurden stroboskopische Lichtblitze aktiviert, die die Wahrnehmung des Täters stören sollen. Im Falle eines echten Alarms werden zudem die Geldscheine komplett mit auf keinen Fall auswaschbarer Tinte eingefärbt. Der Auslösemechanismus dazu ist so ausgelegt, dass es keiner Druckwelle bedarf. Um den Raum nach dem Test wieder benutzbar zu machen brauchte es dann die Lüfter der Feuerwehr, welcher von Harnier für die Zusammenarbeit herzlich mit einem kleinen Präsent gedankte wurde.
