Handball 21.02.2025

Oberligen – Topspiel: Hersfelds Frauen wollen „Meilenstein“ setzen

Osthessen (pf) – Für den TV Hersfeld gilt es, die aktuell makellose Saison fortzusetzen und den wohl größten Rivalen zu distanzieren: Bisher marschieren die Handballerinnen in der Frauen-Oberliga Nord einsam vorneweg und können ihren Vorsprung auf den SV Reichensachsen am Sonntag (16.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim direkten Verfolger weiter ausbauen. Wichtige Spiele warten aber auch auf die hiesigen Männerteams.

Foto: Christine Görlich

Frauen-Oberliga Nord

Der TV Hersfeld bleibt auf dem Teppich. Dieses Erfolgsrezept zeichnet das Team seit Saisonbeginn aus, die TVH-Frauen denken von Spiel zu Spiel. Und eins der schwersten der ganzen Saison wartet am Sonntag: „Reichensachsen darf man nie abschreiben. Sie sind eine sehr kompakte und vor allem heimstarke Mannschaft. Einige verletzte Spielerinnen sind zurückgekehrt und sie haben sich jetzt wieder gefunden“, warnt Hersfelds Co-Trainerin Ute Berz: „Man sieht es an den Ergebnissen, wie stark diese Mannschaft ist“. In Großenlüder gewann der SVR zuletzt und siegte davor jeweils deutlich gegen Wildungen/Dittershausen und Waldau. Nach einem verpatzten Saisonstart hat Reichensachsen mittlerweile neun Spiele in Serie gewonnen. Auch das erfolgreiche Hinspiel will der TVH daher nicht als Maßstab nehmen: „Es ist natürlich eine ganz große Hürde, die wir nehmen müssen, aber auch wollen“, so Berz.

Doch verstecken muss sich der Spitzenreiter auf keinen Fall, der bis auf die verletzte Anna-Lena Busalt alle Spielerinnen wohl an Bord hat. „Wir sind von unseren Fähigkeiten überzeugt und werden alles in die Waagschale werfen. Reichensachsen muss uns auch erstmal besiegen“, sagt Berz. Ein Sieg wäre „ein Meilenstein“, von einer Vorentscheidung im Titelrennen will in Hersfeld aber im Fall des Falls noch niemand sprechen. Dennoch: Der TVH liegt jetzt schon fünf Punkte vor Reichensachsen und Zwehren/Kassel, beim zweiten Verfolger gibt es aber einen Punktabzug von vier Zählern am Saisonende.

Ebenso sind die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell am Sonntag noch im Einsatz: Um 15 Uhr spielen sie zuhause gegen den direkten Tabellennachbarn HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II. Ein ausgeglichenes Spiel wie in der Hinrunde, als es keinen Sieger gab, bahnt sich an.

 

Männer-Oberliga Nord

Einmal Samstag, zweimal Sonntag: Die osthessischen Teams in der Männer-Oberliga wollen ebenfalls am Wochenende erfolgreich sein, haben aber allesamt knifflige Aufgaben: Der Hünfelder SV spielt am Samstag um 18.30 Uhr zuhause gegen den TSV Ost-Mosheim. Hünfeld steht knapp über dem Strich, die Gäste mit zwei Punkten weniger knapp darunter. Die Wochen der Wahrheit in der Haunestadt sind ausgerufen: „Wir haben jetzt direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Das sind Big Points, da müssen wir da sein“, fordert HSV-Trainer Felix Rehberg: „Die Jungs wissen alle, worum es jetzt geht“. Es könnte ein Duell auf Messers Schneide werden, schon das Hinspiel (23:23) war umkämpft. Mut dürften dem HSV aber die vergangenen Auftritte gegen die Topteams machen.

Am Sonntag reist der TV Hersfeld dann zur HSG Lohfelden/Vollmarshausen: Um 16 Uhr ist Anwurf beim Drittletzten der Tabelle, der ein Stolperstein für die Hersfelder werden könnte. Der TVH kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge und will den freien Fall stoppen. Kurios: Für Lohfelden ist es das sechste Heimspiel in Serie seit der Winterpause. Ebenfalls am Sonntag (17 Uhr) ist die HSG Großenlüder/Hainzell gefordert; und zwar zuhause gegen die HSG Wesertal. Eine Rechnung aus dem Oktober ist noch offen: Das Hinspiel hatte Großenlüder mit 34:39 verloren.