Männer
Derzeit auf Tabellenplatz zehn geht es für den HSV gegen den direkten Nachbarn aus Eschwege. Nach frisch getanktem Selbstvertrauen aus dem souveränen Auftritt gegen Fuldatal/Wolfsanger zuletzt möchte Hünfelds Spielertrainer Felix Rehberg nun auch gegen den Eschweger TSV weiter punkten. Dabei hebt der Trainer allerdings die Unterschiede beider Duelle hervor. „Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Fuldatal. Eschweges Spiel hat weniger Dynamik“, erläutert Rehberg, der dabei großen Wert auf schnelle Gegenstöße legt. „Wir müssen damit rechnen, dass sie langsamer spielen. Wenn wir unsere Chancen bekommen, müssen wir sie schnell nutzten“.
Im Winter hat sich Eschwege fleißig auf dem Transfermarkt bedient. Eine Handvoll neuer Spieler liefen bereits am vergangenen Wochenende bei den Gästen auf, darunter einige mit Profierfahrung auf internationaler Ebene. Das musste der TV Hersfeld zu spüren bekommen. Die zwei Ukrainer Olexsandr Shevelev und Torhüter Stanislaw Gorobtschuk haben in ihrer Karriere bereits Champions League-Luft geschnuppert, Gorobtschuk war sogar zuletzt bis 2023 beim ThSV Eisenach in der zweiten Bundesliga aktiv. Hinzu kommen mit Boris Levitskiy, Konstiantyn Ustymenko und Jan Sivka noch weitere Topspieler mit sehr viel Erfahrung. „Sie sind individuell im Eins-gegen-Eins oder Zwei-gegen-Zwei sowie körperlich extrem stark“, ist sich Rehberg über die Stärken des Gegners bewusst. Doch muss sich der neu zusammengewürfelte Haufen erstmal einspielen und vor Hünfelder Publikum beweisen. Dass Eschwege nicht unschlagbar ist, zeigte Fuldatal/Wolfsanger vor zwei Wochen und gewann mit 42:30. „Wir müssen als Team dagegen halten und Handball spielen“, appelliert Rehberg an seine MAnsnchaft vor dem direkten Duell knapp über dem roten Strich. Personell könne der Trainer jedenfalls aus dem Vollen schöpfen.
Ebenfalls am Samstagabend, um 19.15 Uhr, ist der TV Hersfeld im Einsatz und gastiert bei der HSG Twistetal. Die Hersfelder wollen nach der Niederlage in Eschwege wieder in die Spur finden. Am Sonntag (17 Uhr) wiederum geht es für die HSG Großenlüder/Hainzell um Punkte, das Team von Trainer Adrian Schild will den zweiten Platz in der Oberliga Nord mit einem Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht HSG Hofgeismar/Grebenstein behaupten.
Frauen
Eine ähnliche Pflichtaufgabe wartet auf die Frauen des TV Hersfeld: Am Samstag um 17 Uhr haben sie den Tabellenletzten Waldau zu Gast. Der TVH ist mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen unangefochtener Spitzenreiter und wird sich auf dem Weg zum Titel wohl nur noch selbst schlagen können. Dennoch appellierte Trainerin Sabine Teichmann zuletzt daran, weiter von Spiel zu Spiel zu denken – und der Langzeit-Ausfall von Lara Raguse soll weiterhin als Team kompensiert werden.
Am Sonntag um 15.30 Uhr sind noch die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell auf der Platte und gastieren bei der TSG Dittershausen. Ein ausgeglichenes Duell ist zu erwarten, wenngleich das Lüderer Team mit viel Selbstvertrauen vom Sieg gegen Waldau aufspielen kann. Beide Mannschaften hatten in der Vorwoche spielfrei.
