osthessen-zeitung.de 14.02.2025

Oberligen – HSV-Männer und HSG-Frauen vor ganz harten Proben

Osthessen (jk/pf) – Die Handballer aus Osthessen füllen auch an diesem Wochenende wieder die Hallen mit Schweißperlen, Toren, Jubel: Auf die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell wartet am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel der Frauen-Oberliga Nord kein Geringerer als der Tabellenzweite SV Reichensachsen. Für die Männer des Hünfelder SV geht es auf der Abschiedstournee von Coach Felix Rehberg ebenfalls am Sonntag auswärts gegen das Team der Stunde, die HSG Baunatal.

Archivfoto: Christine Görlich.

 

Männer-Oberliga

Die HSG Großenlüder/Hainzell reist am Samstag (18.30 Uhr) zum Tabellenfünften VfL Wanfried. Das Team von Trainer Adrian Schild ist im Jahr 2025 bislang noch ungeschlagen und musste sich nur gegen Baunatal mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Zuletzt gewannen die Lüderer gegen Hofgeismar/Grebenstein sogar deutlich mit 35:26. Somit fahren die Osthessen mit gehörig Selbstvertrauen nach Wanfried.

Etwas anders sieht es beim TV Hersfeld aus. Aus vier Spielen in 2025 konnte lediglich ein Sieg eingefahren werden. Zuletzt scheiterte der TVH denkbar knapp mit 26:28 gegen Twistetal, war dabei aber personell am Zahnfleisch gegangen. Am Samstag (19 Uhr) kommt nun niemand Geringeres als die drittplatziere TSG Dittershausen in die Festspielstadt.

Am Sonntag ist dann noch der Hünfelder SV dran: Um 17 Uhr wartet das Auswärtsspiel bei der HSG Baunatal, die auf Platz vier rangiert. Doch HSV-Spielertrainer Felix Rehberg hat den Gegner in den vergangenen Wochen genau verfolgt: „Sie sind aktuell der stärkste Gegner in der Liga“. Baunatal punktete zuletzt in Großenlüder, schlug den souveränen Tabellenführer Körle/Guxhagen und auch noch Fuldatal. „Sie haben alle da oben geärgert, spielen mit sehr hohem Tempo und hoher Ballsicherheit“, weiß Rehberg um die Stärken der spielstarken Nordhessen. Der HSV wiederum steht aktuell auf Platz elf, die Plätze zwölf bis 14 sind aktuell als Abstiegsränge markiert, zwei Punkte Vorsprung hat das Rehberg-Team. Allerdings gibt der Coach, der nach Saisonende Schluss machen wird, an: „Wir hatten mit zwei Absteigern gerechnet. Warum das jetzt so ist, wissen wir auch nicht“. Doch damit beschäftigt sich der HVS vor dem „kleinen Bonusspiel“ in Baunatal nicht, schließlich haben es die Hünfelder selbst in der Hand. „Und danach kommen die Wochen der Wahrheit“, blickt der Trainer voraus.

 

Frauen-Oberliga

Für die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell läuft es wieder. Lediglich der Jahresauftakt gegen Wollrode ging verloren, seitdem konnte die HSG zwei Siege in Folge einfahren und sich ein solides Polster anlegen. Am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Reichensachsen drückt Trainerin Anne Deckenbach allerdings ein wenig auf die Bremse. Im Hinspiel mussten sich die Osthessinnen unglücklich mit 34:38 geschlagen geben und wollen es besser machen. Dennoch liege der Fokus am Wochenende auch auf anderen Dingen. „Unser Fokus hat sich etwas verschoben. Gerade geht es viel darum, die Mädels, die neu zu uns dazugestoßen sind, aufzubauen und ihnen Spielzeit zu geben“, erklärt sie. Bislang habe es mit den jüngsten Siegen funktioniert, jedoch sieht es gegen den Tabellenzweiten aus Reichensachsen etwas anders aus. „Sie sind nochmal eine ganz andere Hausnummer“, ist sich Deckenbach bewusst. Die Trainerin erwartet von ihrem Team deutlich mehr Ruhe im Spielaufbau. Während es gegen Waldau und Dittershausen nur wenige Pässe bis zu einem Torerfolg gebraucht hatte, wird es gegen den Favoriten am Wochenende ganz anders aussehen. „Sie haben eine bessere Defensive als wir. Die gilt es auszuspielen. Es wird Geduld gefragt sein“, weiß Deckenbach, die anfügt. „Wenn wir in unser Stellungsspiel kommen, müssen wir ruhig spielen. Dann können wir Reichensachsen knacken“. Personell stehen bis auf die verletzte Hannah Bruhn alle zu Verfügung. „Wenn sie sagt, es zwickt, dann wird sie nicht spielen und nochmal pausieren“, ist die Trainerin vorsichtig.

Noch besser läuft es bei den Frauen des TV Hersfeld – anders gesagt: Besser kann die Oberliga-bisher nicht laufen. 13 Spiele und kein Punktverlust stehen auf der Haben-Seite der Hersfelderinnen. Am Samstag (17 Uhr) möchte der TVH zuhause gegen den Tabellenachten TSG Dittershausen die Siegesserie weiter ausbauen, nachdem es zuletzt die Punkte am Grünen Tisch gab.