Eschweger TSV – TV Hersfeld 32:24 (16:14)
Enttäuschend verlief das Auswärtsspiel für die Hersfelder, wenngleich klar war, wie groß die Aufgaben werden würde: Eschwege rüstete in der Winterpause mit ordentlich finanziellen Mitteln auf und zog zwei, drei Kracher-Zugänge, teils mit internationaler Erfahrung, an Land. Dennoch hatte sich der TVH mehr vorgenommen: „Ich kann es gar nicht wirklich erklären. Auf der einen Seite hatten wir immer mal das Gefühl, dass wir jetzt dran sind, wenn wir mal Tempo ins Spiel kriegen. Auf der anderen Seite hätten wir wahrscheinlich noch zwei Stunden spielen können und wären nicht rangekommen“, haderte Trainer Kai Hüter, der Eschweges Keeper Gorobtschuk hervorhob, an dem die Hersfelder scheiterten, wenn es dann mal bis nach vorne ging.
Der TVH führte anfangs mit 3:1, traf dann aber nicht mehr konsequent und geriet bis zur Pause ins Hintertreffen, teils mit fünf Toren, dann waren es zur Halbzeit immerhin nur noch zwei. Nach dem Seitenwechsel stellte Hersfeld auf 16:16, ehe Eschwege bis auf 24:19 davonziehen konnte. Die Gäste rappelten sich nochmal auf und verkürzten abermals auf drei Treffer, doch in den letzten 14 Minuten war der TVH dann nur noch drei Mal erfolgreich und ließ Eschwege wieder enteilen. Besonders Konstiantyn Ustymenko, der sieben Tore verbuchte, konnte Hersfeld nicht in den Griff bekommen. „Wir hatten nicht die nötige Konsequenz, haben unsere Lücken nicht genutzt oder sind am Torwart gescheitert. Eschwege hat dagegen gut gedeckt und uns nie wirklich ins Spiel finden lassen“, so Hüter abschließend.
Hersfeld: Spill (1), Beckemeyer, Petersen (1), Kürten, Wiegel (6/3), Holzschuh, Rübenstahl (3), Reinhardt (6), Berger (3), Göbel, Voß, Thole (4), Kehl, Teichmann.
Hünfelder SV – HSG Fuldatal/Wolfsanger 35:31 (19:13)
Das Spektakel des Samstagabends lieferte der Hünfelder SV ab: Parallel gewann Eschwege im Tabellenkeller, also war der HSV leicht unter Druck. „Aber wir konnten an die gute Leistung von letzter Woche anknüpfen und haben es heute mal konsequent durchgezogen“, freute sich Spielertrainer Felix Rehberg. Zuletzt brachte der HSV noch Spitzenreiter Körle an den Rand der Niederlage, diesmal stürzte Fuldatal in der Haunestadt – vor den Augen des Elferrats der Karnevalsgesellschaft, der seinen Teil zu einer überragenden Stimmung in der vollen Halle beitrug.
„Wir trainieren die ganze Zeit, dass der Ball im Angriff läuft. Das war in der Hinrunde unser Problem, aber jetzt haben wir den Schalter endlich umlegen können“, frohlockte Rehberg. Der HSV zog schnell davon und erarbeitete sich ein kleines Polster, das bis zur Pause weiter anwuchs. In Halbzeit zwei waren es dann früh schon acht Treffer Vorsprung. „In den letzten Minuten konnten wir sogar wieder unsere Jugendspieler einsetzen“, so Rehberg. Dann wurde es nochmal etwas enger, doch der Sieg war nie gefährdet. Aufgrund einer starken Teamleistung, aber auch aufgrund einer Torhüterleistung. Denn Rehberg wollte noch bemerken: „Heute muss man ihn rausnehmen: Christian Krätzig hat eine grandiose Leistung abgeliefert“. Mit diesem Schwung kann der HSV nun das nächste Spiel angehen – es wird elektrisierend, wenn der Eschweger TSV kommt.
Hünfeld: Matthiessen (4), Schäfer, Rehberg (7), Reuchsel (5), Schott (7), Gute (4/1), Hyseni (1), Kaub (3), Sauerbier (3), Zachow (1), Hohmann, Schuch, Becker, Krätzig.
TSV Ost-Mosheim – HSG Großenlüder/Hainzell 32:36 (16:18)
Auch die HSG Großenlüder/Hainzell war am Samstagabend erfolgreich – machte es beim abstiegsbedrohten TSV Ost-Mosheim allerdings unnötig spannend. Einen Vier-Tore-Vorsprung verspielten die Gäste in der ersten Halbzeit mehrfach, zur Pause stand eine 18:16-Führung. Es folgte der zweite Durchgang, in dem Ost-Mosheim direkt ausgleichen konnte, und fortan ein Duell auf Augenhöhe lieferte. Bis in die Schlussviertelstunde hinein war es eng, dann kippte das Spiel sogar und Großenlüder lag plötzlich mit 24:27 (46.) und 27:30 (50.) hinten. Doch die HSG sammelte sich zur rechten Zeit und riss das Ruder mit einem starken 5:0-Lauf wieder herum. Näher als ein Tor kam der Gastgeber nicht mehr heran – und die HSG kam mit einem blauen Auge davon.
Großenlüder/H.: Stradtmann, Sippel (4), Weinbörner (1), Bosold (3), Kirsch, S. Münker (4/1), Biener, Malolepszy (8/2), L. Dimmerling (4), Blinzler (7), Deppe (5).
